Glarus sagt knapp Ja zur SVP-Initiative
Im Gegensatz zur Mehrheit der Schweizer Stimmbürger haben die Glarner gestern der Begrenzungsinitiative der SVP mit 135 Stimmen Unterschied oder einem Ja-Stimmenanteil von 50,5 Prozent haarscharf zugestimmt. Auffällig ist dabei der grosse Unterschied zwischen der Gemeinde Glarus mit nur 43,5 Prozent und Glarus Süd mit 55,1 Prozent Ja-Stimmen.
Auch beim Jagdgesetz ist die Gemeinde Glarus von den beiden andern überstimmt worden. Glarus hat das Jagdgesetz mit 49,1 Prozent Ja-Stimmen knapp abgelehnt, Glarus Süd und Glarus Nord haben ihm zugestimmt. Unter dem Strich resultiert ein Ja-Stimmenanteil von 52,7 Prozent zum von den Umweltverbänden bekämpften Gesetz, das schweizweit knapp Schiffbruch erlitten hat.
Nein zum Vaterschaftsurlaub
Bei den drei andern Abstimmungen zeigen alle drei Gemeinden dasselbe Bild. Wie die ganze Schweiz haben die Glarner Gemeinden die Änderung des Bundesgesetzes über die direkte Bundessteuer abgelehnt. Es geht um den Abzug der Kinderbetreuungskosten, und die Ablehnung war mit nur 31,5 Prozent Ja-Stimmen noch deutlicher als das Ergebnis auf gesamtschweizerischer Ebene.
Die Glarner Stimmberechtigten haben auch zum Vaterschaftsurlaub (Änderung des Erwerbsersatzgesetzes) Nein gesagt. Mit nur 43,3 Prozent Ja-Stimmen ist die Ablehnung ebenfalls deutlich und kontrastiert mit der sehr deutlichen Annahme schweizweit.
Kampfjets deutlich angenommen
Die neuen Kampfjets sind mit einem deutlichen Ja-Stimmenanteil von 60,3 Prozent von den Glarnern angenommen worden. Die Unterschiede zwischen den Gemeinden waren in dieser Frage minim: Glarus hat mit 58,9 Prozent Ja gesagt, Glarus Nord mit 60,4 Prozent und Glarus Süd mit 61,4 Prozent. Schweizweit resultierten hauchdünne 50,1 Prozent Ja-Stimmen.