Glarus hat mehr Strom produziert
Genau 1036 GWh Strom wurden im Kanton Glarus im vergangenen Jahr produziert. Eine deutliche Steigerung zu 2018, als noch 833 GWh produziert wurden. Wie das Departement Bau und Umwelt mitteilt, lag die Glarner Produktion an Elektrizität ohne Pumpbetrieb von Wasserkraftwerken damit um mehr als 24 Prozent höher als im Vorjahr.
Grund dafür seien vor allem die leicht überdurchschnittlichen Niederschläge im Frühling und Herbst gewesen, heisst es weiter. Neben Regen und Schnee sind aber auch andere Faktoren entscheidend. Der wichtigste ist laut der Mitteilung das Stauvolumen der grossen Speicher wie Limmernsee, Klöntalersee, Muttsee und Garichte am Anfang und Ende eines Jahres. Sei der Stand dieser Speicher Ende Jahr nicht gleich wie am Anfang, könne das die Jahresproduktion deutlich beeinflussen. 2019 hat die Speicherbewirtschaftung die Jahresproduktion jedoch kaum beeinflusst. Auch, dass in den letzten Wochen des Jahres das Kraftwerk Doppelpower in Mitlödi in Betrieb genommen wurde, hat die Jahresproduktion nicht merklich vergrössert.
Die Elektrizitätsproduktion des Kantons Glarus stammte 2019 überwiegend aus der Wasserkraft (91,3 Prozent), daneben aus der Kehrichtverbrennung (7,7 Prozent), Fotovoltaik (0,8 Prozent) und Biogas (0,2 Prozent). Die Produktion an Elektrizität lag im Jahre 2019 um fast das Dreifache höher als der Verbrauch im Kanton Glarus, welcher etwa 350 GWh beträgt.
Die Jahresproduktion aus den Wasserkraftwerken lag 2019 etwa im gleichen Bereich wie 2012 und 2013 mit ähnlichen Niederschlagswerten, wie es weiter heisst. Einige Kraftwerke wie das Kraftwerk Sernf der SN Energie, wurden wegen Unterhaltsarbeiten über längere Zeit stillgelegt und produzierten entsprechend weniger Strom.