Glarus bereitet sich für Aufnahme von Flüchtlingen vor
Der Kanton Glarus erhält vom Staatssekretariat für Migration (SEM) neben Personen im ordentlichen Asylverfahren auch Flüchtlinge aus der Ukraine zugewiesen. Schutzsuchende aus der Ukraine erhalten in der Schweiz den Schutzstatus S, der mit einem Aufenthaltsrecht ohne ordentliches Asylverfahren verbunden ist, wie der Kanton in einer Mitteilung schreibt.
Sonderstab Asyl aktiviert
Der Regierungsrat des Kantons Glarus hat den Sonderstab Asyl aktiviert, der das für die Betreuung und Unterbringung der Flüchtlinge aus der Ukraine verantwortliche Departement Volkswirtschaft und Inneres unterstützt. In diesem Sonderstab nehmen Funktionsträger aus den Bereichen Asylwesen, Migration, Zivilschutz, Polizei, Gemeinden, Ärzteschaft, Volksschule und Kommunikation teil. Die Leitung liegt bei der Departementsvorsteherin Marianne Lienhard. Die bestehende Notfallplanung werde überarbeitet und aktualisiert.
Unterbringung und Schule
Flüchtlinge aus der Ukraine werden nach der Anmeldung in einem Bundesasylzentrum in Empfang genommen, und es wird geklärt, ob eine Unterkunft der Asylbetreuung oder eine private Unterbringung möglich ist. Nach der Vermittlung erhalten Geflüchtete und Gastfamilien weiterführende Informationen und werden über die künftigen Ansprechpersonen informiert. Die Aufnahme von Flüchtlingen bei Privaten wird von der Schweizerischen Flüchtlingshilfe koordiniert.
Kinder und Jugendlichen im schulpflichtigen Alter haben das Recht und die Pflicht, die Schule zu besuchen. Die Einschulung wird von der Asylbetreuung in Zusammenarbeit mit dem Departement Bildung und Kultur organisiert.
Der Kanton Glarus unterhält eine Hotline für Fragen rund um die Flüchtlinge aus der Ukraine.
Betriebszeiten: Montag bis Freitag, 13.15 – 17.00 Uhr: 055 646 67 70 / asylbetreuung@gl.ch
(dje)