Glarner Task Force ist optimistisch
Die Glarner Task Force Wirtschaft COVID-19, ein Zusammenschluss aus Glarner Wirtschaft, Arbeitnehmerschaft und Politik (siehe Kasten), hat diese Woche zum fünften Mal getagt. Wie es in einer Mitteilung heisst, hat das Treffen gezeigt, dass die Glarner Wirtschaft besser dran ist als wegen der gesundheitlichen Lage und der Einschränkungen erwartet.
Dem Glarner Gewerbe gehe es beispielsweise besser als im Frühling und stehe wirtschaftlich besser da, als in anderen Kantonen der Fall ist. Die Bauwirtschaft verzeichnete in 2020 zwar einen Rückgang des Umsatzes um fünf Prozent, der Start in 2021 sieht aber gut aus, wie es weiter heisst. Auffallend sei ausserdem, dass private Investoren eher zurückhaltend sind. Die Wirtschaftsvertreter betonen dazu, dass eine speditive Bearbeitung von Baugesuchen erwünscht sei.
Verschiedene Schwerpunkte
Die einzelnen Mitgleider der Taskforce erleben die aktuelle Lage wie folgt:
- Für die Gewerkschaften steht derzeit der Arbeitnehmerschutz im Vordergrund. Sie verlangen, dass die AHA-Anforderungen (Abstand, Hygiene, Atemschutz) auch auf den Baustellen konsequent umgesetzt werden. Das kantonale Arbeitsinspektorat hat dafür eigens 50 temporäre Stellenprozente geschaffen.
- Die Kantonalbank beurteilt die Situation bei den Firmenkunden als stabil und ist zuversichtlich, dass eine Kreditkrise dank der staatlichen Unterstützungsprogramme vermieden werden kann. Allerdings muss auch festgestellt werden, dass die verschärften Einschränkungen des öffentlichen Lebens und die Reiserestriktion für die Exportwirtschaft und deren Zulieferer existenzbedrohend sind. Darunter leiden die Gastronomie und die Hotellerie, der Tourismus, die Reiseanbieter sowie die Veranstalter und deren Zulieferer ganz besonders.