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Schweiz und Welt

Glarner Regierungsrat will eine E-ID

Südostschweiz
07.10.2021, 13:28 Uhr
gestern um 16:56 Uhr

Der Glarner Regierungsrat hat sich über eine elektronische Identität (E-ID) Gedanken gemacht. Nach der Ablehnung des nationalen E-ID-Gesetzes bei der Volksabstimmung vom 7. März hat der Bund die Kantone dazu aufgefordert, ihre Bedenken und Anforderungen zur Vernehmlassung auszudrücken. Wie aus einer Medienmitteilung vom Donnerstag hervorgeht, glaubt die Glarner Regierung, dass E-IDs künftig Chancen haben, wenn diese durch einen staatlichen Provider betrieben werden und der Datenschutz priorisiert wird. 

Laut Mitteilung fordert der Glarner Regierungsrat diesbezüglich nun eine Lösung, die schnell umgesetzt werden kann. Viele Kantonen seien auf eine sichere E-ID angewiesen, da sie bereits jetzt Behörden- oder Bürgerportale betreiben. Um sich dort einloggen zu können, sei ein sicherer Prozess nötig, der die Person identifiziert und die Daten authentifiziert. Es brauche also keine Lösung, die umfassend und raffiniert sei, sondern möglichst viele Bedürfnisse der Nutzerinnen und Nutzer erfülle und schnell umgesetzt werden könne.

Vielseitig einsetzbar

Die E-ID soll generell immer dann eingesetzt werden können, wenn eine Identität verifiziert werden muss. Insbesondere bei der Nutzung von digitalen Behördendienstleistungen – etwa Steuererklärungen – soll das Login auf einer sicheren, staatlich zertifizierten E-ID basieren. Das fordert der Regierungsrat. Weiter soll die E-ID auch beim Bezahlen in Onlineshops oder als elektronische Signatur angewendet werden können. Gemäss Mitteilung soll die E-ID zudem benutzerfreundlich und kostenlos sein. (jac)

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