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Schweiz und Welt

Glarner Regierungsrat befürchtet Verlust der Medienvielfalt im Kanton

Südostschweiz
30.11.2021, 17:11 Uhr
vor 33 Minuten

Das Bundesamt für Kommunikation will pro Konzessionsgebiet nur noch je einem gebührenfinanzierten Regionalradio und einem gebührenfinanzierten TV-Sender den Service-Public-Auftrag erteilen. Konzessionen ohne Gebührenanteil sollen abgeschafft werden. Ebenfalls sollen die Versorgungsgebiete neu definiert werden. So will es die Teilrevision der Radio- und Fernsehverordnung, die derzeit bei den Kantonen in der Vernehmlassung ist.

Die geplante Revision sei ein Nachteil für den Kanton Glarus, schreibt der Regierungsrat in einer Mitteilung zur Vernehmlassung. Die Versorgungsgebiete seien im Entwurf des Bundesamtes entlang von bestehenden Grenzverläufen der Kantone und Gemeinden definiert worden. Bestehende Regionen seien auseinandergerissen worden. «Dadurch besteht die Gefahr, dass sich Redaktionen zurückziehen, die früher über das Glarnerland berichtet hatten», schreibt der Regierungsrat.

Nichts zu gewinnen, viel zu verlieren

Der Kanton Glarus ist gemäss Glarner Regierung in den drei Versorgungsgebieten Zürich-Glarus, Zentralschweiz und Südostschweiz vertreten. Neu wäre der Kanton nur noch in das Versorgungsgebiet Südostschweiz eingeteilt.

Für die Angebote im Bereich Regionalfernsehen würde sich im Glarnerland nichts ändern. Anders sieht es für die Regionalradios aus, wie der Regierungsrat schreibt. So würde beispielsweise Radio Zürisee die Grundlage für einen Leistungsauftrag entzogen, um den Kanton Glarus mit einer Berichterstattung abzudecken. Deshalb lehne er den aktuellen Entwurf der Teilrevision der Radio- und Fernsehverordnung, schreibt der Regierungsrat. (so)

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