Glanzloser Pflichtsieg gegen Italien
Das Schweizer Eishockey-Nationalteam gewinnt das Playoff-Spiel gegen Italien mit 3:0. Nach diesem Pflichtsieg treffen die Schweizer am Mittwoch im Viertelfinal auf Finnland, den Olympiasieger von 2022.
Blitzstart...
Die Partie gegen den Olympia-Gastgeber erinnerte an das Schweizer Eröffnungsspiel vor sechs Tagen gegen Frankreich (4:0). Auch damals führten die Schweizer früh 2:0. Gegen Italien skorten Philip Kurashev nach 79 Sekunden und Roman Josi (im Powerplay) nach zehn Minuten die Goals zum 2:0.
... dann Schlendrian
Aber wie gegen Frankreich schlich sich dann der Schlendrian ins Schweizer Spiel ein. Seit fast 300 Jahren, seit 1734 Johann Sebastian Bach die Geschichte von Herr Schlendrian vertonte, gilt Schlendrian als langsame, träge, nachlässige und dadurch ineffektive und fehleranfällige Arbeitsweise.
Gewiss: Die Schweizer behielten die Italiener besser im Griff als in der Vorrunde Schweden (5:2-Sieg, aber nur 3:2 bis zur 56.) und die Slowakei (3:2-Sieg). Aber wer erwartet hätte, dass die Schweizer «Selbstvertrauen en masse» tanken würden, wie beispielsweise die Finnen, die Italien 11:0 auseinander nahmen, der wurde enttäuscht.
Das Positive
Dennoch gab es natürlich auch Positives: Nico Hischier erzielte in der 46. Minute das 3:0 und sein erstes Tor an diesen Olympischen Spielen. Hischier hatte zuvor schon die ersten beiden Schweizer Treffer vorbereitet. Goalie Leonardo Genoni musste zwar 20 Schüsse parieren, kam aber nach dem 4:0 gegen Frankreich schon zum zweiten Shutout im Turnier. Womöglich liessen die Schweizer ab dem zweiten Abschnitt nur nach, weil sie Kräfte für den Viertelfinal einteilten. Und Patrick Fischer zeigte, dass er seine Magie in den letzten vier Monate seiner Nationaltrainer-Tätigkeit noch nicht verloren hat: Er nahm in der 46. Minute aus heiterem Himmel ein Timeout – fünf Sekunden später gelang Hischier das 3:0.