Georg Fischer schrumpft im Kerngeschäft «Flow Solutions» leicht
Georg Fischer hat 2025 im verbleibenden Kerngeschäft «Flow Solutions» weniger umgesetzt. Wegen der strategischen Neuausrichtung auf den Transport von Flüssigkeiten in Gebäuden und Infrastrukturen liegt der Fokus auf den Zahlen mit dem fortgeführten Geschäft.
Der Umsatz im fortgeführten Geschäft erreichte in der Berichtsperiode 3 Milliarden Franken. Das ist ein Minus gegenüber dem Vorjahr von 1,7 Prozent, wie der Industriekonzern am Mittwoch mitteilte. Negative Währungseffekte belasteten den Umsatz mit 124 Millionen. Aus eigener Kraft wäre der Umsatz leicht um 0,6 Prozent gewachsen.
Das Flow-Solutions-Geschäft habe sich insgesamt als robust erwiesen, trotz geopolitischer Spannungen, einem starken Schweizer Franken und einer schwachen Baukonjunktur, heisst es zum Geschäftsjahr. Das künftige Geschäft von GF ist aufgeteilt auf die beiden neuen Divisionen «Industry and Infrastructure Flow Solutions» und «Building Flow Solutions».
Operativ etwas schwächer
Der operative Gewinn war von Sonderkosten in Höhe von 33 Millionen Franken belastet. Um diese Effekte bereinigt reduzierte sich der vergleichbare EBIT um 14 Prozent auf 299 Millionen und die entsprechende Marge um 1,4 Prozentpunkte auf 10,0 Prozent.
Der Margenrückgang sei teilweise auf die Abschwächung des Industriegeschäfts – insbesondere in Europa – in Kombination mit einem höheren Anteil der margenschwächeren Infrastruktursegmente sowie auf die von den USA verhängten Zölle zurückzuführen. Ausserdem fielen negative Währungseffekte mit 25 Millionen ins Gewicht.
Der ausgewiesene Reingewinn hat sich auf 103 Millionen Franken in etwa halbiert, wesentlich beeinflusst durch die Neubewertung von Vermögenswerten der verkauften Guss-Sparte und weitere Einmaleffekte. Im Zuge des Verkaufs der Sparte Casting Solutions wurden für das Geschäftsjahr 2025 Wertberichtigungen in Höhe von insgesamt 166 Millionen Franken auf Sachanlagen, immaterielle Vermögenswerte und nicht aktuelle Darlehen vorgenommen.