Genoni führt Schweiz zum ersten Sieg nach Niederlagenserie
Das Schweizer Eishockey-Nationalteam gewinnt das letzte von drei Spielen der Euro Hockey Tour in Ceske Budejovice gegen Tschechien 1:0 nach Penaltyschiessen. Goalie Leonardo Genoni ist überragend.
Auf Leonardo Genoni ist Verlass. Der Schweizer Goalie zeigte eine ganz starke Reaktion auf das Debakel vom Donnerstag mit der Auswechslung nach sieben Gegentoren gegen Schweden. Der MVP der letzten WM hatte gegen einen offensiv enttäuschenden Gegner nicht übermässig viel Arbeit, wehrte aber in den 65 Minuten alle 22 Schüsse ab und liess sich auch im Penaltyschiessen nur einmal bezwingen.
Den entscheidenden Versuch hält Genoni gegen seinen Zuger Teamkollegen Dominik Kubalik, den einzigen eingesetzten Tschechen aus der National League. Für die Schweizer trafen hingegen Tyler Moy und Théo Rochette.
Die Schweiz und der Gastgeber Tschechien brauchten in Ceske Budejovice lange 50 Minuten, um auf Touren zu kommen. In einer Partie ohne grosse Intensität verpassten Ken Jäger und Moy in der 51. Minute und fünf Minuten später auch noch Calvin Thürkauf das leere Gehäuse und damit Chancen auf das mögliche Siegtor.
Erster Sieg nach sieben Niederlagen
Im Penaltyschiessen machte es Moy besser, sodass der erste Schweizer Sieg in der Euro Hockey Tour nach zuletzt sieben Niederlagen resultierte. Generell macht der Auftritt der Schweizer Mut, nachdem sie in den ersten beiden Spielen der Woche jeweils schon nach zwei Dritteln fünf Gegentreffer erhalten hatten.
Sie schossen zwar 29 Mal auf das tschechische Tor, so richtig druckvoll und mit letztem Einsatz geschah dies aber nicht. Dabei geht es für nicht wenige Spieler noch darum, sich ein WM-Ticket zu sichern. Keine Sorgen machen dürften sich Christian Marti, Denis Malgin und Pius Suter, der einzige schon in dieser Woche im Einsatz stehende NHL-Spieler, die am Sonntag eine Pause erhielten. Auch Moy und Jäger, die zum letztjährigen Silberteam und am Samstag zu den Torschützen gegen Schweden gehörten, gehören zu den wenigen Gewinnern der zweitletzten Station der Euro Hockey Tour.