Gemeinsame Forschung: Bier und Schuhe
Die Gebäude befinden sich im Besitz des Schweizerischen Forschungsinstituts für Hochgebirgsklima und Medizin Davos (SFI), der Mutterstiftung der in Davos ansässigen «Schweizerisches Institut für Allergie- und Asthmaforschung» (SIAF) und «Physikalisch-Meteorologisches Observatorium Davos und Weltstrahlungszentrum» (PMOD/WRC). So war es an SFI-Präsident Walter Ammann, die Besucher zu begrüssen: «Die neuerliche Vermietung der Räumlichkeiten nach dem Umzug des SIAF ist eine grosse finanzielle Erleichterung für die Stiftung». Seit zwei Jahren werden einige Büros an das PMOD/WRC vermietet, und mit ihnen eingezogen, ist auch deren Spin-off «Davos Instruments». Das seit 2016 tätige Unternehmen entwickelt und vertreibt Radiometer (Pyrheliometer), die ursprünglich am PMOD geschaffen wurden und als Referenz zur Kalibrierung anderer Geräte dienen. «Inzwischen interessieren sich auch Bauer von Solaranlagen für unsere Geräte», erklärte Mitgründerin Valeria Büchel. Lange war PMO6 ihr Zugpferd, heute ist es die Weiterentwicklung PMO8. Warum PMO7 eine ganz andere Form und Konsistenz hat, erklärteLandrat Christian Thomann, der im PMOD/WRC arbeitet: «Bei einem der regelmässig stattfindenden Pyrheliometervergleiche war der Durst sehr gross. Also beschaffte ich Bier aus Monstein, das seither den stolzen Namen PMO7 trägt.» «Davos Instruments» verbreitert derweil seine Produktepalette und hat ein Gerät mit Namen «SnowImager» entwickelt, das einmal das mühsame ausschaufeln von Schneeprofilen ersetzen soll.
Lebt vom Austausch
Dies geschah in Zusammenarbeit mit den anderen Davoser Instituten und zeigt exemplarisch die Idee des «Davos Innovation Center». Als einen Begegnungsort von Ideen und Talenten beschrieb denn auch Regionalentwicklerin Valérie Favre Accola das Zentrum, das neu auch einen Co-Working-Space anbietet. Neben Einzelzimmern für das konzentrierte Arbeiten bietet die Infrastruktur auch Begegnungs- sowie Sitzungsräume und sogar sanitäre Anlagen. «Die Leute suchen den Austausch mit anderen kreativen Köpfen», begründete Favre Accola und stellte die baldige Aufschaltung des Angebots im Netz in Aussicht.