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Schweiz und Welt

Gemeinde Flims sichert sich das Berghaus Foppa

Jano Felice Pajarola
24.01.2022, 04:30 Uhr
gestern um 12:16 Uhr

Die Gemeinde Flims will für die Attraktivitätssicherung im Naherholungsgebiet Foppa-Spalegna Nägel mit Köpfen machen und den Fortbestand des dortigen Gastroangebots garantieren: Gemeinsam mit der Bürgergemeinde plant sie den Erwerb des Restaurants oberhalb der Bergstation der heutigen Sesselbahn Flims–Foppa. Der Gemeindevorstand und der Hauptaktionär der Berghaus Foppa AG haben das Geschäft bereits vorbereitet, wie aus den jüngsten amtlichen Mitteilungen der Gemeinde hervorgeht.

Verpachtung vorgesehen

In einer ersten Phase sei es darum gegangen, die Liegenschaft zu sichern, um den Kauf danach ruhig und geordnet dem Stimmvolk unterbreiten zu können und gleichzeitig den Vorkaufsberechtigten – der Bürgergemeinde und dem Skiclub – genügend Zeit für einen Kaufentscheid zu lassen. Deshalb erfolge der Erwerb vorerst über die Cassons AG; an ihr ist Flims mit knapp 44 Prozent beteiligt, den Rest hält die Weisse Arena Gruppe. Erst nach der nötigen Krediterteilung durch den Souverän soll die tatsächliche Übernahme durch die Gemeinde und die Bürgergemeinde erfolgen. Das Restaurant führen soll aber nicht die öffentliche Hand: Für den Betrieb des Berghauses ist die Einsetzung einer Pächterin oder eines Pächters vorgesehen, wie die Gemeinde schreibt.

Eröffnung zeitgleich mit Flem Express

Das Stimmvolk wird am 15. Mai über den Kauf befinden können, ausserdem auch gleich über die nötigen Sanierungsmassnahmen und über einen Beitrag an die geplante Attraktivitätssteigerung im Gebiet Foppa-Spalegna. Die Gesamtkosten dafür sollen – je nach Beteiligung der Bürgergemeinde – bei vier bis fünf Millionen Franken liegen. Saniert würde das Berghaus dann im kommenden Sommer, die Neueröffnung würde auf die Wintersaison 2022/23 hin erfolgen – gleichzeitig mit der vorgesehenen Inbetriebnahme der ersten beiden Sektionen Flims–Foppa–Startgels des neuen Flem Express.

Land in Isla Casti erworben

Die Gemeinde hat notabene noch einen zweiten Kauf in petto: Im Gebiet Isla Casti, dem tiefsten Gemeindepunkt in der Ruinaulta, hat sie – vorbehältlich der Zustimmung an der Urne am 15. Mai – von den drei Miteigentümern die Hälfte der dortigen Parzelle erworben, knapp 40'000 Quadratmeter. Man wolle die Isla Casti öffentlich zugänglich machen, schreibt die Gemeinde, und sie sanft nutzen, beispielsweise als Standort für die Aus- und Weiterbildung der Ranger in der Rheinschlucht. Der Kaufpreis beträgt rund 1,5 Millionen Franken. Über beide Vorlagen will die Gemeinde am 28. März öffentlich orientieren.

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