«Gegen Tadej spielt die Taktik keine Rolle, er ist einfach stärker»
Die Tour de France 2026 hat ihren dominierenden Fahrer gefunden. Am Fusse der Pyrenäen entscheidet Tadej Pogacar das dreiwöchige Rennen bereits in der 6. Etappe. Die Stimmen der Betroffenen.
Am Donnerstag setzte der Slowene ein Ausrufezeichen, das kaum Zweifel daran lässt, dass ihm der fünfte Toursieg noch zu nehmen ist. Der vierfache Toursieger griff am Tourmalet früh an, fuhr der Konkurrenz davon und gewann die Etappe nach Gavarnie-Gèdre mit 2:38 Minuten Vorsprung auf Jonas Vingegaard. Im Gesamtklassement nahm er dem Dänen, mit dem er am Morgen in Pau noch zeitgleich gelegen hatte, auf einen Schlag 2:42 Minuten ab.
Plan der Organisatoren schlug fehl
Die Organisatoren hatten die Strecke bewusst so konzipiert, dass das Rennen möglichst lange offenbleibt. Statt mehrerer schwerer Alpen- und Pyrenäen-Königsetappen stand lediglich ein grosser Tag in den Pyrenäen auf dem Programm. Doch selbst dieser Versuch, die Spannung zu konservieren, scheiterte an Pogacars Dominanz.
Für den Schweizer Mauro Gianetti, den Teamchef von UAE Emirates, steht Pogacars Sonderstellung ausser Frage. «Er ist ein Ausnahmetalent wie Michael Jordan, der Dinge kann, zu denen sonst niemand fähig ist», zitierte ihn die Nachrichtenagentur Frankreichs, die AFP.
Pogacar selbst ordnete seinen 23. Etappen-Triumph ebenfalls hoch ein. «Dieser Erfolg gehört zu meinen fünf schönsten Siegen.» Anschliessend gewährte der Slowene einen Einblick in die Vorbereitung auf seinen grossen Angriff. «Schon gestern auf der Fahrt ins Hotel haben wir im Bus nur noch über diese Etappe gesprochen. Heute Morgen bin ich bereits um sieben Uhr aufgewacht und war voller Energie. Wir sind gefahren, als hätten wir nichts zu verlieren. Dass es so aufgegangen ist, macht mich unglaublich stolz.»
Vingegaard steckt nicht auf
Vingegaard wollte sich trotz des herben Rückschlags nicht geschlagen geben. «Es war ein schwieriger Tag, sicher nicht der, den ich mir erhofft hatte. Aber ich glaube weiterhin an mich. Meine Beine werden von Tag zu Tag besser. Der Kampf ist noch nicht vorbei.»