«Di Tafaaseri» – ünschi Betrügerin?
Verschiedene Kontaktpersonen machten in letzter Zeit die DZ auf sogenannte «Fake»-Profile auf Instagram, einem sozialen Medium, aufmerksam. Diese «Bschiss»-Seiten sind meist gut getarnt und erwecken den Eindruck, die «echte» Davoser Zeitung trete mit den Benutzern in Kontakt. Wie die Redaktion erfahren hat, ergaunern sich die Betreiber des «Fake»-Profils Geld, indem sie die Nutzer bei Twint einen Code eingeben lassen. Im Hintergrund werden dann 250 Franken abgebucht. Wer also auf Instagram angeschrieben wird, lässt besser die Finger davon und meldet die Seite.
Die DZ hat sich bei der Kantonspolizei Graubünden erkundigt, was man gegen solche Betrüger tun kann. Vom Cybercrime-Dienst sind folgende Antworten eingetroffen:
DZ: Was können wir als Davoser Zeitung rechtlich gegen solche Fake-Accounts unternehmen?
Cybercrime-Dienst: Fake-Accounts Instagram melden, damit Instagram den Account sperren oder löschen kann. Dies kann nicht durch die Polizei veranlasst werden. Privatpersonen können eine Anzeige wegen StGB Art. 179decies Identitätsmissbrauch erstatten. Da Ihr Account aber auf eine juristische Person lautet, könnte allenfalls das Bundesgesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG) zur Anwendung gelangen.
Wie kann man sich gegen solche Betrugsversuche schützen?
Indem Sie einen Post auf Ihrem echten Instagram-Account zur Betrugsmasche machen und davor warnen (ist bereits geschehen, Anm. d. Red). Eventuell Follower anweisen, diesen Fake-Account ebenfalls zu melden. Dies erhöht den Druck auf Instagram, etwas zu unternehmen. Bei einer Suche auf Instagram kommen aktuell zwei fast identische Accounts. Bei www.instagram.com/davosserzeitung/ dürfte es sich um einen betrügerischen Account handeln, welcher mit einem Doppel-s gegenüber dem originalen geschrieben wird. Im Umgang mit dem Internet skeptisch sein und zu verlockende Angebote hinterfragen und prüfen.
Falls man doch auf den Betrug hereingefallen ist: Was kann man im Nachgang tun (Anzeige et cetera?)
Instagram betrügerische Accounts melden, damit diese möglichst schnell gesperrt werden und nicht weiter wirken können.
Geschädigte eines solchen Betruges können eine Anzeige erstatten.
Personen, deren Identität missbraucht wird, können eine Anzeige wegen Identitätsmissbrauchs bei der Polizei erstatten.
Wie gut sind die Erfolgschancen, dass man sein Geld zurückerhält?
Bei einer Geldüberweisung möglichst rasch die eigene Bank informieren, welche versucht, den Geldfluss zu stoppen. Je schneller dies veranlasst wird, je besser sind die Erfolgsaussichten. Bei einem Kauf von Wertkarten oder Kryptowährung durch Geschädigte und Weitergabe dieser Daten an die Täterschaft eher gering gemäss Erfahrungen seitens Polizei.
Die Gelder werden sehr zeitnah über «Money-Mules» (Geldwäscher) weiterverschoben oder Wertkarten et cetera eingelöst und die Angaben an die Täterschaft übermittelt.