Gedenken an den «Sacco di Roma»
von Hans Speck
Aktuelle Informationen aus dem Vatikan: Laut dem Netstaler Beni Messmer, Inhaber der Messmer Personalmanagement GmbH, der Rekrutierungsstelle für Schweizergardisten, war diese Woche ein grosser Tag für die «Guardia Svizzera Pontificia»: Am Mittwoch hat auf der Piazza dei Protomartiri Romani eine Kranzniederlegung stattgefunden.
Damit erinnert sich der Vatikan an die 147 Schweizer Gardisten, die bei der Plünderung Roms («Sacco di Roma» vom 6. Mai 1527) für die Verteidigung von Papst Klemens VII. umkamen. Der Zeremonie ging eine Heilige Messe voran, die in der Kirche «Santa Maria della Pietà» im Campo Santo Teutonico zelebriert wurde. Wegen der Corona-Pandemie wurde die Vereidigung der Päpstlichen Schweizergarde, die traditionell am 6. Mai stattfindet, auf den 4. Oktober verschoben.
Die Kranzniederlegung, die normalerweise im Beisein von geladenen Gästen und Angehörigen erfolgt, fand abends um 18 Uhr für einmal im engsten Rahmen und natürlich unter Einhaltung der im Vatikan geltenden Hygiene-Vorschriften statt.
Verdienstorden trotz allem verliehen
Nach der vom Assessor des Staatssekretariates Monsignore Luigi Roberto Conga zelebrierten Gedenkmesse und der anschliessenden Kranzniederlegung wurden die anwesenden Gardisten mit den Verdienstorden ausgezeichnet, die sie sich aufgrund ihrer langjährigen Treue zum Heiligen Stuhl verdient hatten.
Die in diesem Jahr neu vereidigten Gardisten konnten hingegen nicht wie sonst üblich als Ganzes an der Zeremonie teilnehmen, sondern waren nur durch je einen Kameraden ihrer jeweiligen Landessprache vertreten.