Frische Post für die Bündner Regierung
Aus ganz Graubünden waren am Donnerstag junge Frauen im Alter von 12 bis 16 Jahren angereist, um am vierten Mädchenparlament teilzunehmen. Wie der Kanton am Freitag mitteilte, waren es insgesamt 67 Oberstufenschülerinnen und Gymnasiastinnen, die im Grossratssaal konstruktiv, kompetent und engagiert miteinander über die Themen Gender und Sexismus, Klimawandel, Bildung und Digitalisierung sowie Zukunft in Graubünden diskutiert haben.
Sechs Forderungen
In verschiedenen Gruppen haben die jungen Frauen zusammen sechs Anträge erarbeitet. 26 Mädchen nahmen sich dem Thema Gender und Sexismus an. In ihren zwei Anträgen «Aufklärung 2.0» und «Für Schulbekleidung, die die Ausdrucksfreiheit von Mädchen respektiert» fordern sie eine obligatorische Aufklärung an den Schulen ab dem Kindergarten und dass die Bündner Regierung eine grössere Ausdrucksfreiheit an Schulen fördert, indem sie beispielsweise von Kleidervorschriften absieht.
Für einen Tag Politikerin sein
Zum Thema Klimawandel haben 18 junge Frauen die zwei Anträge «Wie wird mein Schulhaus klimaneutral?» und «Für einen attraktiven und ökologischen ÖV» erarbeitet. Dabei fordern sie, dass Schulhäuser und der öffentliche Verkehr im Kanton klimafreundlicher werden. 19 weitere Mädchen beschäftigten sich mit dem Thema Zukunft in Graubünden. Gemäss ihrem Antrag «» soll der Kanton Voraussetzungen schaffen, die Homeoffice im ganzen Kanton möglich machen. Die letzten sechs Teilnehmerinnen beschäftigten sich mit dem Thema Bildung und Digitalisierung. In ihrem Antrag «» fordern sie, dass Kinder und Jugendliche für die Gefahren der Digitalisierung sensibilisiert werden.