Fribourg-Gottéron ist zum ersten Mal Schweizer Meister
Fribourg-Gottéron gewinnt das entscheidende siebte Spiel des Playoff-Finals in Davos mit 3:2 nach Verlängerung und ist zum ersten Mal Schweizer Eishockey-Meister.
Fribourg-Gottéron ist endlich am Ziel seiner Träume, und es konnte nur so enden. Erst zum zweiten Mal seit der Playoff-Final nach dem Modus Best-of-7 gespielt wird, musste in der Finalissima eine Verlängerung über den neuen Schweizer Meister entscheiden. 2001 war es der zu früh verstorbene Morgan Samuelsson, der den ZSC in Lugano zum Sieg schoss. Und wieder ist es ein Schwede, der die Meisterschaft entscheidet.
In der 6. Minute der Extraschicht kommt Fribourg zu einem Überzahlspiel, als Calle Andersson den Puck im eigenen Drittel über die Bande spielt. Lucas Wallmark trifft dabei zum 3:2. Davos verpasst damit den ersten Meistertitel seit 2015 denkbar knapp, Fribourg-Gottéron krönte sich hingegen erstmals in seiner 89-jährigen Vereinsgeschichte zum Champion. In der wohl engsten und umstrittensten Finalserie seit Einführung der Playoffs.
Zadina rettet Davos in die Verlängerung
Fribourg war bis knapp zwölf Minuten vor Schluss mit einer knappen 2:1-Führung im Rücken auf bestem Weg zum ersten Meistertitel der Klubgeschichte. Dann traf Filip Zadina kurz vor dem Ende eines Powerplays mit einem präzisen Flachschuss zum verdienten Ausgleich. In der 58. Minute verpasste Tino Kessler mit einem Hammer an die Latte den Lucky Punch der Davoser.
Während die Heimfans und die erstaunlich zahlreich präsenten Anhänger aus Freiburg in der mit 6547 Zuschauern wie in allen Finalspielen ausverkauften Halle ein Stimmungsduell auf den Rängen lieferten, kämpften die beiden Teams mit zunehmend leerem Tank, aber ungebrochenem Einsatz um den Pokal. Bis zum süssen Ende für den Gast.
Fribourg mit dem besseren Start
Fribourg hatte den deutlich besseren Start in diese alles entscheidende Partie erwischt. In den ersten 14 Minuten trafen Henrik Borgström in Überzahl und Jamiro Reber nach einem technischen Kabinettstück von Verteidiger Patrik Nemeth hinter dem gegnerischen Tor zur 2:0-Führung. Ähnlich wie in Spiel 5, als Davos sogar einen 0:3-Rückstand wettmachte, liessen sich die Bündner davon aber wenig beeindrucken.