Freulers Weg vom Spätzünder zum Unverzichtbaren
Trotz spätem Länderspiel-Debüt gehört Remo Freuler neu zur Top 10 der Schweizer Rekordspieler. Gegen Argentinien kann er mit zwei weiteren grossen Namen gleichziehen.
Er war einer der fünf Schweizer Spieler, die im Achtelfinal gegen Kolumbien von Anfang bis zum Schluss auf dem Platz gestanden sind. Dabei glänzte Remo Freuler einmal mehr als Balleroberer und legte mit 14,3 km die grösste Distanz aller Spieler auf dem Feld zurück.
Auch in den vier Partien davor war der 34-Jährige – und damit Teamälteste – mit einer Ausnahme der Schweizer mit den meisten Kilometern. Einzig gegen Katar, als er kurz vor Schluss ausgewechselt wurde, war er knapp hinter Granit Xhaka die Nummer 2.
Der sonst eher zurückhaltende Freuler genoss es nach dem Einzug in den WM-Viertelfinal sichtlich, den Meilenstein zu zelebrieren. «Wir sind sehr, sehr glücklich über das, was wir hier für die Schweiz erreicht haben», sagte er gegenüber «RSI».
Fast untergegangen ist dabei, dass Freuler mit seinem 93. Länderspiel zu Haris Seferovic aufgeschlossen ist und die beiden nun gemeinsam den 10. Platz in der Liste der Schweizer Rekordspieler belegen.
Dass er diese Zahl einmal erreichen würde, hätte sich der ehemalige Junior des FC Hinwil lange nicht erträumt. Denn während Spieler aus dem gleichen Jahrgang (1992) wie Granit Xhaka oder Ricardo Rodriguez bereits 2011 zu ihren Debüts im Nationalteam kamen, war es bei Freuler erst sechs Jahre später so weit.
Trotz Derby-Tor gibt GC Freuler ab
Dabei liegt Freuler zunächst im Fahrplan und wird ab der U18 regelmässig für die Junioren-Nationalteams aufgeboten. Dann aber gerät seine Karriere ins Stocken. Bei GC kommt der damals 18-Jährige zwar zu seinem Super-League-Debüt und schiesst in seinem zweiten Einsatz bereits das erste Tor – notabene im Stadtderby gegen den FCZ. Trotzdem wird er danach zunächst in die U21 abgeschoben und dann zum FC Winterthur in die Challenge League ausgeliehen.