Frankreichs Wucht entfaltet sich
Kylian Mbappé jagt den WM-Rekord, Michael Olise fädelt die Angriffe ein, Ousmane Dembélé trifft plötzlich wie am Fliessband: Ist Schweden gegen Frankreichs WM-Sturm der Superlative machtlos?
Als wäre die Aufgabe für Schweden nicht schon herausfordernd genug gewesen. Allein Kylian Mbappé und Michael Olise zu kontrollieren, wäre fast unmöglich. Nun hat sich auch noch Ousmane Dembélé mit einer One-Man-Show und drei Toren gegen Norwegen im Turnier angemeldet.
«Ich habe mir mit der Nationalmannschaft schon seit sehr langer Zeit ein Ziel gesetzt: eine wirklich grossartige Weltmeisterschaft zu spielen. Ich bin heiss darauf, Tore zu schiessen», hatte Dembélé im Interview des Senders RMC Sport vor Turnierbeginn angekündigt. Mit etwas Verzögerung folgten Taten. Für die schwedische Defensive könnten das kaum schlechtere Nachrichten sein.
Angriff der Superlative
Pünktlich zum ersten Alles-oder-Nichts-Spiel am Dienstag (23.00 Uhr Schweizer Zeit) hat sich die volle französische Offensivwucht entfaltet. Der Angriff der Superlative, der neben Mbappé aus dem aktuellen (Dembélé) und vielleicht künftigen (Olise) Ballon-d'Or-Gewinner besteht, wird seinem Ruf gerecht. Auch Flügelstürmer Désiré Doué reihte sich im letzten Gruppenspiel gegen Norwegen (4:1) in die Torschützenliste ein.
«Wir fahren nach New Jersey, um gegen den besten internationalen Angriff der letzten 20 Jahre anzutreten», schrieb die schwedische Tageszeitung «Aftonbladet» und sprach von einem furchterregenden Ensemble, das «noch talentierter ist als bei den WM-Triumphen 1998 und 2018».
Auch die schwedische Fussball-Ikone Zlatan Ibrahimovic sieht kaum eine Mannschaft, die Frankreich schlagen kann. «Die einzige Chance für den Gegner ist, dass sie nachlässig werden und abschalten. Nur dann habe ich erlebt, dass ein Gegner ins Spiel findet», sagte der Experte des TV-Senders Fox. Schwedens Trainer Graham Potter sprach trotz geringer Erfolgsaussichten von «einem Spiel, von dem man als Kind geträumt hat».