Fragen und Antworten zum Medizinstudium in Zürich
Der Kanton Zürich erhöht die Studienplätze für angehende Ärztinnen und Ärzte. Dies hat der Kantonsrat beschlossen. Wie funktioniert die Zulassung zum Studium? Und wer darf überhaupt in Zürich Medizin studieren? Fragen und Antworten.
Warum gibt es eine Zulassungsbeschränkung fürs Medizinstudium?
Seit Jahren melden sich deutlich mehr Personen für ein Medizinstudium an, als Studienplätze vorhanden sind. Deshalb kann der Zürcher Regierungsrat eine Zulassungsbeschränkung (Numerus Clausus) anordnen. Diese Prüfung kommt seit 1998 zum Einsatz.
Wie erfolgt die Auswahl?
Wird der Numerus Clausus angewendet, erfolgt die Zulassung über den Eignungstest für das Medizinstudium (EMS). Wer einen Studienplatz erhält, hängt laut dem Dachverband der Schweizer Hochschulen (Swissuniversities) ausschliesslich vom Testergebnis im Vergleich zu allen anderen Teilnehmenden ab. Pro Disziplin wird eine Rangliste erstellt. Es erhalten so viele Personen eine Zusage, wie Plätze vorhanden sind.
Was prüft der Eignungstest?
Der Test umfasst mehrere Aufgabengruppen im Multiple-Choice-Verfahren sowie einen Konzentrationstest. Geprüft werden Denk- und Merkfähigkeit sowie logisches und räumliches Verständnis. Es handelt sich nicht um eine Wissensprüfung.
Wer kann in Zürich Medizin studieren?
Voraussetzung ist eine anerkannte gymnasiale Maturität oder eine gleichwertige Vorbildung. Ausländische Zeugnisse müssen den gleichen Anforderungen entsprechen wie die Schweizer Maturität. Zum Eignungstest zugelassen wird nur, wer die schweizerische oder liechtensteinische Staatsbürgerschaft besitzt oder über einen entsprechenden Aufenthaltsstatus verfügt. Ein reines Studierendenvisum oder eine Aufenthaltsbewilligung mit dem Zweck Ausbildung genügt laut dem Dachverband nicht.