Fragen und Antworten zum Auftakt der alpinen Weltcup-Saison
In Sölden beginnt am Wochenende die Weltcup-Saison 2026/27. Der Höhepunkt des Winters sind die Weltmeisterschaften im Februar im Crans-Montana. Nachfolgend die Antworten auf die wichtigsten Fragen.
Wie stehen die Schweizer Chancen in Sölden?
Dank Marco Odermatt sehr gut. Von den letzten fünf Rennen auf dem Rettenbachgletscher gewann der Nidwaldner drei (2021, 2022 und vor Jahresfrist), einmal wurde er Zweiter (2020). Weitere Schweizer Top-5-Plätze geniessen in Sölden allerdings eher Seltenheitswert: 2020 wurde Gino Caviezel Dritter, ein Jahr später Vierter. Am Sonntag kehrt der 34-jährige Bündner nach einer langen Verletzungspause – und nur einem Rennstart seit Ende Dezember 2024 – zurück. Loïc Meillard erreichte sein bestes Resultat im Ötztal 2020 als Fünfter.
Und bei den Frauen?
Stehen am Samstag zwar gleich zehn Swiss-Ski-Fahrerinnen am Start. Doch ohne die im August zurückgetretene Lara Gut-Behrami, die den Gletscher-Prolog dreimal gewann und im Vorjahr in ihrem letzten Weltcup-Rennen auf diesem Hang den 3. Platz belegte, fehlt dem Team von Beat Tschuor die Sölden-Spezialistin. Lässt man Gut-Behrami beiseite, datiert der letzte Top-10-Platz einer Schweizer Fahrerin auf dem Rettenbachgletscher vom 17. Oktober 2020. Damals wurde Michelle Gisin Vierte. Die neue Teamleaderin Camille Rast fuhr in der letzten Saison dreimal auf das Riesenslalom-Podest, in Sölden klassierte sie sich bei sechs Starts jedoch noch nie besser als im 12. Rang (2024).
Wer sind die Favoriten aus internationaler Sicht?
Bei den Männern sieht sich Odermatt – auf den Prolog in Sölden wie auf die ganze Saison bezogen – am ehesten von Lucas Pinheiro Braathen herausgefordert. Der Brasilianer sicherte sich im letzten Winter im Riesenslalom die kleine Kristallkugel und Olympia-Gold. Zudem belegte er im Gesamtweltcup den 2. Rang, mit allerdings fast 600 Punkten Rückstand auf den fünffachen Gesamtweltcup-Sieger Odermatt. Zu beachten gilt es auch Marco Schwarz. Der letztjährige Zweite von Sölden erklärte seine Slalomkarriere als beendet und fokussiert sich künftig auf den Riesenslalom und die Speed-Disziplinen.