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Schweiz & Welt

Formel-E-Rennen: St. Moritz will in die Bresche springen

Südostschweiz
27.06.2019, 14:59 Uhr
19.05.2026, 12:10 Uhr

130'000 Zuschauer hat der zweite Schweizer E-Prix vergangenes Wochenende in Bern angezogen. Wäre es nach den Veranstaltern gegangen, hätte die nächste Austragung in Zürich stattfinden sollen, so wie bereits beim ersten Mal 2018. Wie am Mittwoch bekannt wurde, hat der Zürcher Stadtrat ein Gesuch für ein Rennen auf dem Hönggerberg aber abgelehnt – trotz der relativ hohen Zuschauerzahlen der vergangenen Austragungen.

Wie die Gemeinde St. Moritz und die Swiss E-Prix Operations AG nun in einer gemeinsamen Mitteilung schreiben, dürfen die Schweizer Formel-E-Fans dennoch auf ein Rennen 2020 hoffen: St. Moritz möchte als Austragungsort in die Bresche springen.

«Wir bieten der Formel E gerne Asyl», sagt der St. Moritzer Gemeindepräsident Christian Jott Jenny gemäss Mitteilung. Der Gemeindevorstand habe jüngst beschlossen, eine Absichtserklärung für ein Formel-E-Rennen 2020 zu geben. Die Gemeinde sei zudem bereit, den Organisator in der Planung und Umsetzung eines möglichen Rennens in St. Moritz zu unterstützen.

Langfristige Zusammenarbeit möglich

Laut Mitteilung gibt es für St. Moritz gute Gründe, das Thema Elektromobilität aufzugreifen. So habe der Ort unter anderem eine hohe Affinität zum Motorsport und organisiere über ein Dutzend Automobil-Events pro Jahr. Ein E-Prix im Juni 2020 würde die Sommersaison von St. Moritz perfekt lancieren, denn in dieser Zeit sei noch nicht viel los, so Jenny. Ausserdem sei man es – im Gegensatz zu einer Altstadt – gewohnt, Veranstaltungen schnell auf die Beine zu stellen und auch schnell wieder abzubauen.

Bei den Schweizer Formel-E-Verantwortlichen zeigt man sich über das Interesse aus St. Moritz erfreut. Pascal Derron, Chef der Swiss E-Prix Operations AG, meint, dass ein Formel-E-Rennen in St. Moritz einzigartig wäre, denn es gibt kein anderes Bergrennen im Kalender. Für ihn wäre auch eine langfristige Zusammenarbeit möglich.

«Ich hoffe sehr, dass wir gemeinsam weiterkommen», meint auch Jenny auf Anfrage von Radio Südostschweiz. Garantiert sei aber nichts. Man sei mit den Veranstaltern ständig in Kontakt. «Nun geht es darum, dass die internationalen Verbände noch Ja und Amen sagen müssen.» (rac)

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