Flugverkehr über Italien stundenlang gestört
Wegen Problemen im Datennetz der italienischen Flugsicherung ist am Freitag der Flugverkehr in Italien stundenlang beeinträchtigt worden. Auf Flughäfen wie Rom, Mailand oder Bergamo fielen mehrere Dutzend Verbindungen aus oder waren erheblich verspätet.
Die Ursache der Probleme war zunächst unklar. Die nationale Flugsicherungsbehörde Enav schloss einen Hacker-Angriff oder Sabotage jedoch aus. Betroffen waren auch Flüge der Schweizer Fluggesellschaft Swiss.
Wie diese auf Anfrage bekanntgab, war sie bis Freitagmittag gezwungen, fünf Flugrotationen nach Bologna, Mailand und Florenz zu annullieren. «Davon sind rund 700 Passagierinnen und Passagiere betroffen», schrieb Mediensprecher Remo Müller. «Wie sich die Situation heute weiterentwickelt, hängt davon ab, wann die italienische Flugsicherung die Störung beheben kann.»
Nach Angaben der Flugsicherungsbehörde waren die ersten Probleme in der Nacht bemerkt worden. Seit sechs Uhr morgens seien deshalb «Massnahmen zur Verkehrssteuerung» in Kraft, weshalb im italienischen Luftraum weniger Flugzeuge abgefertigt wurden. Betroffen waren sowohl Maschinen, die in Italien starten und landen sollten, als auch Flugzeuge, die Italien überflogen. Die Verspätungen betrugen zum Teil mehrere Stunden.
Zu den Hintergründen der Störungen äusserte sich die Behörde nicht näher. In der Mitteilung heisst es jedoch: «Es ist ausgeschlossen, dass die Störungen auf böswillige Handlungen zurückzuführen sind.» Insgesamt sei etwa die Hälfte der Verbindungen betroffen, hiess es. Die Enav ist für Überwachung, Kontrolle und Sicherung des Betriebs im italienischen Luftraum mit grossen Flughäfen wie Rom oder Mailand zuständig. Pro Jahr wickelt sie etwa zwei Millionen Flüge ab.
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