Finnische Klasse und Teamgeist
Tiefer Glaube in die eigene Stärke ist für Servettes Verteidiger Tim Berni der Schlüssel für das Comeback in Lausanne nach einem 0:3-Rückstand. Die Wende passt zur Saison der Genfer.
Dass Genève-Servette die Qualifikation als Dritter abgeschlossen hat, daran hatte das finnische Sturmtrio Markus Granlund, Jesse Puljujärvi und Sakari Manninen einen grossen Anteil. Die drei erzielten 58 Tore und totalisierten 151 Skorerpunkte. Granlund war in dieser Wertung die Nummer 1, Puljujärvi belegte Rang 3 und Manninen Platz 6.
In den ersten fünf Viertelfinalspielen kamen dann aber nur noch vier Punkte hinzu. Doch als die Genfer am Dienstag in Lausanne nach dem 0:3 (34.) quasi schon in den Ferien waren, zeigten die Finnen ihre grosse Klasse. Puljujärvi schoss das 2:3 (47.) sowie das entscheidende 4:3 in der Verlängerung, Granlund und Manninen liessen sich je drei Assists gutschreiben. Die drei wüssten, wie gut sie seien, auch wenn es ihnen mal ein paar Spiele nicht laufe, sagte Verteidiger Tim Berni gegenüber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. «Dieses Selbstvertrauen geht nicht weg. Heute sind sie dran geblieben und konnten den Match für uns entscheiden.»
Ein Spiegelbild der Saison
Als Schlüssel für die Wende sah der Olympia-Teilnehmer den «tiefen Glauben» daran. «Wir spürten in der Garderobe, dass wir zurückkommen können. Wir wussten, dass sie Strafen nehmen, wenn wir unsere Beine bewegen und den Puck tief spielen.» Alle drei Tore in der regulären Spielzeit erzielte Servette im Powerplay.
Für den Genfer Trainer Ville Peltonen ist die Serie gegen Lausanne in «gewisser Weise» ein Spiegelbild der Saison. Es gab Tiefschläge, doch das Team fand immer wieder eine Antwort. Das erste Saisonduell gegen den LHC beispielsweise ging 0:11 verloren, danach reihten die Genfer drei Siege aneinander. Auch der frühere Topspieler, der 2016 in die Hall of Fame aufgenommen wurde, hebt die Mentalität in der Kabine hervor.
Der Lethargie entronnen