Finma: Notfallplan von Postfinance fällt erneut durch
Die Notfallpläne der Zürcher Kantonalbank (ZKB) und von Raiffeisen erfüllen die regulatorischen Anforderungen. Der Notfallplan von Postfinance weist dagegen weiterhin Lücken auf.
Die Stablisierungspläne der drei inlandorientierten systemrelevanten Banken hat die Finanzmarktaufsicht Finma dagegen erneut genehmigt.
Die Postfinance hat nach Angaben der Finma vom Mittwoch die Vorgaben zu zusätzlichen verlustabsorbierenden Mitteln seit Ende 2025 erfüllt und ihre Alternativstrategie weiterentwickelt. Die vorgesehenen Optionen für den Fall, dass eine Restrukturierung und Weiterführung der Bank nicht möglich ist, müssten jedoch noch weiter konkretisiert werden, so die Behörde.
Dabei sei auch der gesetzliche Grundversorgungsauftrag von Postfinance zu berücksichtigen. Die Anpassung des Postgesetzes, das sich derzeit in der Vernehmlassung befindet, werde dabei die Rechtsunsicherheit mindern.
Alle inlandorientierten systemrelevanten Banken brauchen sowohl einen Notfall- als auch einen Stabilisierungsplan, welche die Finma jährlich beurteilt.
Schärfere Regeln seit CS-Krise
Bei der Beurteilung der im Jahr 2025 eingereichten Pläne stellte die Finma bei allen drei inlandorientierten Banken Fortschritte bei der Stabilisierungsplanung fest. Nach der Krise der Credit Suisse hatte sie die Anforderungen verschärft.
Einzelne Elemente der überarbeiteten Anforderungen seien noch umzusetzen. Dies betreffe beispielsweise die Dokumentation der Krisenübungen und die Konzepte zur Krisenkommunikation. Die Finma erwarte, dass die festgestellten Lücken zeitnah geschlossen würden.