FIFA wehrt sich gegen «Desinformations-Kampagne»
Der Konflikt zwischen der FIFA und der UEFA geht in eine weitere Runde. Die Verantwortlichen des Weltverbandes werfen den Zuständigen des Kontinentalverbandes eine «Desinformations-Kampagne» vor.
Die «Kampagne» dreht sich um den von der UEFA beantragten Zugang zu Dokumenten im Zusammenhang mit Gianni Infantinos letztlich gescheitertem Ansinnen, Anteile von Weltmeisterschaften an Investoren zu veräussern. Dies geht aus einem nun veröffentlichten Schreiben an ein Gericht in Florida hervor.
In dem 26 Seiten umfassenden Schreiben fordert die FIFA das Gericht in Florida auf, den Antrag der UEFA zurückzuweisen. Die FIFA argumentiert, dass das Ziel der UEFA darin bestehe, das Ergebnis der FIFA-Präsidentschaftswahl am 18. März kommenden Jahres zu beeinflussen, für die Infantino derzeit der einzige Kandidat ist.
«Schikane der UEFA»
«Die UEFA handelt in der Absicht, uns zu schikanieren, und nicht aufgrund eines legitimen Ermittlungsbedarfs», behauptet die FIFA und wirft Europas Verband «böswilliges Handeln» vor.
Ende August ebnete die UEFA, deren Präsident Aleksander Ceferin die Kampagne gegen Infantino anführt, den Weg für eine Klage wegen «illoyaler Geschäftsführung» gegen den FIFA-Präsidenten. Auf dieses Vergehen stehen bis zu fünf Jahre Haft – vorausgesetzt, Infantino hat den Interessen der FIFA vorsätzlich geschadet. Die UEFA reichte in Florida Klage ein, um die amerikanischen Tochtergesellschaften des Verbandes zur Herausgabe von Dokumenten zu zwingen. Diese Dokumente beziehen sich auf Infantinos Ansinnen, die Einnahmen von Weltmeisterschaften in ein für private Investoren offenes Unternehmen zu investieren. Infantino hatte diesen Plan, der angesichts der harschen Kritik letztlich verworfen wurde, aufgegeben.