Ferienorte in Graubünden mit mehr Gästen als 2019
Düster ist die Lage vorab in den städtischen Zentren, die stark von Geschäftsreisenden, Kongressteilnehmern und internationalen Touristen abhängig sind. In Zürich ist die Zahl der Hotelübernachtungen im Juni und Juli zusammengezählt um 81 Prozent zurückgegangen.
Gerade noch knapp 138'000 so genannte Logiernächte weist das Bundesamt für Statistik für die Stadt Zürich für die beiden Monate in den am Freitag veröffentlichten Zahlen aus. Auch in den anderen Städten ist die Lage für die Hotels äusserst düster: In Genf betrug der Rückgang 79 Prozent, in Basel 70 Prozent, in Bern 64 Prozent und in Lausanne 59 Prozent.
Unbenutzt blieben viele Hotelbetten aber auch in Zermatt und St. Moritz. Auch dort konnten Gäste aus der Schweiz den Wegfall der ausländischen Touristen nicht kompensieren. Die Übernachtungszahlen liegen diesen Sommer 42 respektive 25 Prozent unter den Werten von 2019.
Einzelne Destinationen konnten im Sommer dagegen davon profitieren, dass Schweizerinnen und Schweizer heuer weniger ins Ausland reisen und ihre Ferien in der Schweiz verbringen. So verzeichneten insbesondere auch sonst stark auf den inländischen Tourismus ausgerichtete Destinationen im Kanton Graubünden im Juni und Juli mehr Hotelübernachtungen als letztes Jahr.
Bündner Hotels gut belegt
Konkret gab es in Flims und Lenzerheide (Vaz/Obervaz) ein Plus von rund 50 Prozent, in Arosa eines von 27 Prozent. Gut lief es aber auch vielen Ferienorten am Lago Maggiore im Tessin: Locarno und Ascona verzeichnen im Juni und Juli zusammengezählt in etwa gleich viele Touristen wie 2019, im Juli alleine betrachtet sogar mehr. (sda/so)