Zum Hauptinhalt springen
Schweiz & Welt

In Niederurnen ist kein Tierquäler unterwegs

Paul Hösli
10.03.2023, 11:26 Uhr
11.05.2026, 12:16 Uhr

In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch hat ein Mann auf einer Brücke in der Nähe der Autobahnausfahrt in Niederurnen eine tote Katze gefunden. Sie war in einen Plastiksack gesteckt. Der Mann machte Fotos, es sei das Einzige, wozu er im Stande gewesen sei, schreibt seine Partnerin auf Facebook. Sie und ihr Partner würden selber Katzen besitzen. «Hätte sie noch gelebt, hätten wir natürlich alles getan, um der Katze zu helfen», schreibt sie auf Facebook weiter. Den Vorfall hat das Paar am Tag danach der Polizei gemeldet.

«

Es gibt keinerlei Hinweise darauf, dass in Niederurnen ein Tierquäler unterwegs ist.»

Daniel Menzi, Mediensprecher Kantonspolizei

Der Schock des Paares rührte primär daher, dass es zuerst so aussah, als ob der Katze die Kehle durchgeschnitten worden sei. So kamen einige Nutzerinnen und Nutzer auf Facebook zum Schluss, dass die Katze einem Tierquäler zum Opfer gefallen ist.

Es ist ein Rätsel

Nun hat sich herausgestellt, dass dies nicht der Fall ist. «Die Katze wurde überfahren», gibt Daniel Menzi Entwarnung. Der Mediensprecher der Kantonspolizei Glarus ergänzt, es gebe keinerlei Hinweise, dass ein Tierquäler in Niederurnen unterwegs sei. Weshalb sich die tote Katze in einem Plastiksack befand, darüber könne man nur spekulieren, so Menzi weiter. «Vielleicht hat sie jemand von der Strasse entfernt und sie dann in den Sack gesteckt, um sie zu entsorgen, sich danach aber wieder umentschieden.»

Wem das tote Büsi gehört, ist ebenfalls nicht klar. Die schwarze Katze mit weissen Punkten war nicht gechipt. «Allenfalls stammt sie von einem umliegenden Bauernhof», so Menzi. Aber auch dies sei lediglich eine Vermutung. 

In Niederurnen ist kein Tierquäler unterwegs | Südostschweiz