FDP will drei Nein, zwei Ja
Die Glarner FDP fasste die Parolen für den 13. Juni an ihrer Delegiertenversammlung in Schwanden. Als Bauernpräsident setzte sich Mitte-Landrat Fritz Waldvogel für ein Nein zu den beiden Agrar-Initiativen ein, wie die Partei mitteilt: Die Pestizidinitiative wie die Trinkwasser-Initiative würden die regionale Lebensmittelproduktion bedrohen und die einheimischen Produkte verteuern. Beide seien zu extrem und würden das eigentliche Ziel verfehlen.
Unter anderen hätten sich die Jungfreisinnigen für ein Ja zur Trinkwasserinitiative eingesetzt, so die FDP. Denn sie fordere keine Verbote, sondern sei sehr liberal. Nur noch Bauern würden Subventionen erhalten, die in der Produktion keine Pflanzenschutzmittel einsetzten. Denkbar knapp hätten die FDP-Delegierten mit einer Stimme Unterschied die Nein-Parole zur Trinkwasserinitiative beschlossen, einstimmig Nein zur Pestizidfrei-Initiative.
Verhaltenes Ja zum CO2-Gesetz
Mit 25 zu 15 Stimmen beschlossen die Freisinnigen die Ja-Parole zum CO2-Gesetz, wie es weiter heisst. Das Gesetz schaffe Anreize für weniger CO2 mit verursachergerechten Lenkungsabgaben, so die Befürworter. Laut den Gegnern, für die FDP-Landrat Roland Goethe sprach, drohten Gewerbe und Bevölkerung massive Kostensteigerungen. Ein Ja empfehlen die Freisinnigen auch zum Covid-19-Gesetz, hier einstimmig. Es schaffe die Grundlage, dass der Staat die Wirtschaft in der Coronakrise finanziell (weiter) unterstützen könne.
Ein knappes Nein sagt die FDP wiederum zum Anti-Terror-Gesetz. Sie folge damit der Jungen FDP. (eing/fra)