Fast eine Million zur Erhaltung der Vorburg
Die Vorburg ist die bedeutendste, grösste und bekannteste Burgruine des Kantons Glarus und der Linthebene. Sie wurde wahrscheinlich im 13. Jahrhundert als Burg der Windegger erbaut und war in der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts das Verwaltungszentrum der Habsburger in der Region. 1386 wurde sie wohl von den Glarnern teilweise zerstört.
Von anderen Glarner Burgplätzen ist nichts, fast nichts oder nur wenig sichtbar. Nur die Vorburg lässt die Grösse und Höhe einer mittelalterlichen Burg noch erahnen. Sie ist weitherum sichtbar und ein beliebtes Ausflugsziel der Bevölkerung.
Darstellungen aus dem 19. und 20. Jahrhundert würden nun aber zeigen, dass die Burgruine langsam zerfällt, schreiben die Initianten einer Sanierung. Dem soll nun entgegengewirkt werden, wie es in der Medienmitteilung zur Motion heisst: «Der weitere Zerfall muss aufgehalten werden: Das Mauerwerk ist stark ausgewittert, Wasser wäscht den Mörtel in den Fugen aus, die Mauerkronen sind lose. Wenn nichts unternommen wird, existiert die Vorburg in 50 Jahren nicht mehr.»
Deswegen wurde nun eine Motion eingereicht, die den Fortbestand der Burg sichern soll. Gemäss den Initianten beträfe der Verpflichtungskredit die Jahre 2021 bis 2023 und soll 829'897.95 Franken betragen. Der Glarner Regierungsrat wird gemäss Mitteilung nun damit beauftragt, dem Landrat eine Vorlage für den Verpflichtungskredit zu unterbreiten. (mas)