Auf Quito folgt Glarus Nord
Am Sonntag ging die 15. Internationale Fair-Trade-Town-Konferenz in Ecuadors Hauptstadt Quito zu Ende. In einer Videobotschaft hatte sich Thomas Kistler aus Glarus Nord an die dortigen Teilnehmerinnen und Teilnehmer gewandt: «Als Gemeindepräsident habe ich die grosse Ehre, Sie zur internationalen Fair-Trade-Town-Konferenz 2023 in die Schweizer Alpen einzuladen.» Stattfinden wird diese vom 21. bis 23. September 2023 in Glarus Nord, wie Kistler im Video weiter ausführt. Austragungsort ist die Lintharena in Näfels, begleitet werden soll die Tagung durch ein «abwechslungsreiches Rahmenprogramm im gesamten Kanton Glarus und den angrenzenden Ortschaften», wie in einer Medienmitteilung aus Glarus Nord steht.
«Einzigartiger Pioniergeist»
Glarus Nord habe sich gegen zwei Mitbewerberinnen durchgesetzt, heisst es in der Mitteilung weiter. Das sei kein Zufall. So sei Glarus Nord 2016 nicht nur erste Fair Trade Town der Schweiz geworden. «Vielmehr bringt das Glarnerland auch einen einzigartigen Pioniergeist auf.» Dieser zeige sich in der reichhaltigen Textilgeschichte des Kantons oder in «regelmässigen revolutionären Entscheiden der Landsgemeinde wie der Glarner Gemeindestrukturreform». Auch dieser Pioniergeist habe das «International Steering Committee» – das Lenkungskomitee – offenbar davon überzeugt, sich für das Bewerbungsdossier der Gemeinde Glarus Nord zu entscheiden.
200 Menschen aus der ganzen Welt
An den dreitägigen Konferenzen sind jeweils rund 200 Teilnehmende aus der ganzen Welt anwesend. Die Delegationen setzen sich aus Behördenmitgliedern, Produzentinnen und Produzenten und Unterstützenden des fairen Handels zusammen. Ziel der Konferenzen ist es, die Fair-Trade-Aktivitäten der Städte zu stärken und zu fördern, Synergien zwischen den Teilnehmenden zu schaffen und die Wertschöpfung des fairen Handels auf der ganzen Welt zu steigern. In etwas mehr als einem Jahr in Glarus Nord oder wie Kistler am Ende des Videos sagt: «Bis bald.»
(mar)