Fachpersonen des Bundes informieren erneut
Die Zahl der am Coronavirus erkrankten Personen in der Schweiz und in Liechtenstein steigt weiter. Die Bevölkerung scheint sich gemäss Bundesamt für Gesundheit (BAG) gut an die Massnahmen zu halten. Zudem scheinen diese zu wirken. Für eine Schlussfolgerung ist es aber noch zu früh.
Bis am Montagmittag gab es gemäss BAG 15'475 laborbestätigte Fälle. Das sind 1201 mehr als am Vortag. Zudem verstarben demnach 295 Personen. Laut einer Zählung der Nachrichtenagentur Keystone-SDA, die sich auf die Angaben der Kantone stützt, waren es bis am späten Montagnachmittag bereits 359 Todesfälle.
Die meisten davon verzeichnete das Tessin, das mit 105 Todesfällen erstmals die 100er-Schwelle überschritten hat. Die Situation im Tessin sei nach wie vor ernst, sagte der Tessiner Regierungspräsident Christian Vitta an einer Medienkonferenz in Bellinzona.
Dies habe ein Gespräch mit Aussenminister Ignazio Cassis ergeben. Dieser bekräftigte an der Medienkonferenz die Unterstützung des Tessins durch die Landesregierung. Der Bundesrat sei sich bewusst, dass die Pandemie nicht alle Kantone gleich stark treffe.
Bevölkerung hält sich an Massnahmen
An einer Medienkonferenz in Bern kommentierte Daniel Koch vom BAG die Lage rund um das Coronavirus. Die Situation scheine über das Wochenende stabil geblieben zu sein, der Anstieg sei einigermassen gleich wie in den vergangenen Tagen.
«Das ist sicher ein erstes kleines Zeichen, dass die Massnahmen greifen», sagte Koch. Die Bevölkerung scheine sich an die Massnahmen zu halten. Eine Umfrage habe gezeigt, dass die Bevölkerung begriffen habe, worum es gehe.
Es sei aber zu früh für eine Schlussfolgerung. Auch die Frage, wann der Höhepunkt der Epidemie erreicht sein könnte, lasse sich noch nicht beantworten. Jetzt gelte es, über die Ostertage standhaft zu bleiben.