Altersheime in der Surselva schliessen Zimmer: «Der Markt ist ausgetrocknet»
Alters- und Pflegeheime in der Surselva sind aufgrund des Personalmangels am Anschlag. Es werden Zimmer geschlossen und Betten leer stehengelassen. Der Fachkräftemangel macht vor allem der Pflegebranche zu schaffen. In den letzten Monaten hat sich die Situation verschärft. Ein Blick in das Altersheim Casa Sogn Martin in Trun zeigt den Ernst der Lage. «Die Nachfrage ist da, aber es fehlt das Personal», sagt Heimleiter Donat Nay gegenüber TV Südostschweiz.
Das Altersheim in Trun hat seit zwei Monaten sieben unbelegte Betten. Die Aufnahme von neuen Bewohnenden ist nicht möglich. «Wir wollen das bestehende Personal nicht überbelasten», sagt Nay. Die Suche nach qualifiziertem Personal ist schwer. In der Surselva sei man dabei, ein Gesundheitsnetz zu bilden, um die Personalrekrutierung voranzutreiben. «Es handelt sich um ein grosses Projekt, wobei alle Gesundheitsinstitutionen in der Region Surselva unter einem Dach geführt werden sollen», so Nay.
Der Markt ist ausgetrocknet. Der Fachkräftemangel ist mein grösstes Problem.»
Donat Nay, Altersheimleiter Trun
Das bestehende Personal lasse sich nur mit weiteren Arbeitskräften entlasten. «Der Markt ist ausgetrocknet. Der Fachkräftemangel ist mein grösstes Problem», sagt Nay. Er arbeitet mit verschiedenen Agenturen zusammen, um neues Personal zu rekrutieren. Dabei werden unter anderem auch Fachkräfte aus dem Ausland in Betracht gezogen. «Das ist aber eine ethische Frage, ob wir Leute im Ausland suchen, wo die selber noch grössere Probleme mit dem Fachkräftemangel haben», erklärt Nay.