Etwas Klarheit zu Braunwald
Der Regierungsrat und die Glarner Kantonalbank haben im Frühjahr einer finanziellen Sanierung der Sportbahnen Braunwald AG zugestimmt. Damit verbunden schreiben die beiden Hauptgläubiger knapp 8 Millionen Franken ab. «Das geschieht zulasten der Steuerzahlenden», erinnerte Landrat Christian Büttiker (SP, Glarus) am Mittwoch im Rat.
Er forderte denn auch eine Gesamtsicht des Regierungsrates, welche die künftige Erschliessung, mehrere geplante Umzonungen und die Rutschgefahr einbeziehe. Büttiker verlangt von der Regierung: «Schauen Sie, was es braucht, und dann das Heft in die Hand nehmen.»
Verbunden mit der finanziellen Sanierung sind laut der damaligen Regierungsmitteilung auch ein Kapitalschnitt der Aktionäre, namentlich der Unternehmerfamilie Trümpi, von 96,67 Prozent und eine Wiederaufstockung des Kapitals um eine Million Franken.
Fragen rund um die Alternative, die Bilanz zu deponieren und eine Auffanggesellschaft zu gründen sowie um Liegenschaftsverkäufe der Sportbahnen AG, führten zur dringlichen Interpellation der SP. Landrat Martin Landolt (Mitte, Näfels) stellte in einem zweiten Vorstoss Fragen rund um die Sanierung der Standseilbahn Braunwald. Etwa wollte er Auskunft zum Verhältnis zwischen Sportbahnen und Standseilbahn sowie zu den Besitzverhältnissen und allfälligem Bedarf an Boden oder Dienstbarkeiten bei der Bergstation, wenn in den nächsten Jahren die Standseilbahn erneuert wird.
«Kapitalgeber sind bekannt»
Seit der Regierungsrat die zwei Interpellationen beantwortet hat, hätten sich die Dinge weiterentwickelt, sagte Frau Landammann Marianne Lienhard im Landrat. Die Verhandlungen liefen noch, doch sie «gehen in die richtige Richtung», die Weichen für die Zukunft der Sportbahnen würden gestellt.