Es rutscht teilweise wieder schneller
Im vergangenen Juli regnete es deutlich mehr als sonst zu dieser Jahreszeit. Anders als die Region Zürich oder Teile Deutschlands sei die Umgebung von Brienz aber von extremen Starkniederschlägen verschont geblieben, teilt der Gemeindeführungsstab Albula/Alvra mit. Dennoch hätten die Rutschungsgeschwindigkeiten in den niederschlagssensitiven Bereichen West, Insel und Front Ende Juli und anfangs August wieder zugenommen.
Seit der zweiten Julihälfte sind gemäss der Gemeinde aus der Rutschung Berg auch zahlreiche Stein- und Blockschläge abgegangen. Diese hätten teilweise die Wiese hinter dem Dorf, nicht aber die Kantonsstrasse oder das Dorf erreicht. Grössere Abbrüche seien ausgeblieben.
Rutschung Dorf langsamer, Albulalinie aber betroffen
Wie der Gemeindeführungsstab weiter mitteilt, stagniert das Tempo der Rutschung in den Bereichen Caltgeras und Plateau – oder nimmt sogar ab. Auch die untere Rutschung Dorf zeige weiterhin eine messbare Beruhigung. Beim Messhäuschen liege die Geschwindigkeit aktuell bei 1,3 Metern pro Jahr. Nicht alles aber ist positiv: Am unteren Ende der Rutschung Dorf stelle die Rhätische Bahn verstärkte Einwirkungen auf die Geleise der Albulalinie fest.