«Es klopft, zehn Sekunden warten, dann darf ich mein Essen reinnehmen»
Ursin Caderas durfte als Produzent für CNN an die Australian Open nach Melbourne reisen. Damit ist der CNN-Journalist und ehemalige RSO-Moderator einer von 1200 Menschen, die von der australischen Regierung eine spezielle Einreisebewilligung erhalten haben. Neben Journalisten und Produzenten gehören dazu auch die Tennisspieler und Trainer.
Australien ist noch immer abgeriegelt von der restlichen Welt. Aus diesem Grund müssen die Einreisenden vor den Australian Open zwei Wochen Quarantäne in einem Hotelzimmer verbringen. «Wir wurden am Flughafen abgeholt und mit Polizeibegleitung ins Hotel gebracht. Hier müssen wir nun für zwei Wochen ausharren. Erst dann kann sichergestellt werden, dass wir nicht Covid-19-positiv sind», erzählt Caderas gegenüber Radio Südostschweiz.
Strenge Regeln zahlen sich aus
Australien hat das Coronavirus im Griff. «Wenn ich aus dem Fenster sehe, sehe ich ein ganz normales Leben. Die Restaurants sind geöffnet, Menschen sind auf den Strassen unterwegs», so Caderas. Er befindet sich zusammen mit allen anderen Personen, die in Einreisequarantäne sind, in einem Hotel mitten in Melbourne.
«Die Regeln in Australien sind sehr streng. So streng wie vermutlich nirgendwo sonst.» Es gab einen strikten Lockdown über sechs Monate. Dadurch hat es in Australien «nur» 900 Todesfälle in Zusammenhang mit Corona gegeben. Zum Vergleich: Die Schweiz hat, Stand Dienstagmittag, über 8100 Corona-Tote und hat zwei Drittel weniger Einwohner als Australien. Seit Wochen gibt es in Australien nur noch wenige neue Coronafälle.
Keine Lockerungen und Änderungen in Melbourne