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Schweiz und Welt

Es gibt noch genug Betten, aber das Personal wird knapp

Südostschweiz
03.11.2020, 04:30 Uhr
heute um 16:30 Uhr

Die Mitarbeitenden der Corona-Bettenstation im Glarner Kantonsspital haben gerade alle Hände voll zu tun. «Sie leisten derzeit enorm viel», sagt Spitaldirektor Markus Hauser. Insgesamt habe man die Lage aber unter Kontrolle. «Sie ist allerdings sehr angespannt, weil wir nicht wissen, was in einem halben Tag sein wird», so Hauser. Probleme sieht er dabei nicht bei der Infrastruktur, da weitere Intensivbetten innert kurzer Zeit zur Verfügung stehen könnten. «Das grössere Problem sehen wir derzeit beim Personal. Denn wir stellen fest, dass immer mehr unserer Mitarbeitenden in Isolation oder Quarantäne sind», so der Spitaldirektor.

Operationen wieder möglich

Vergangene Woche wurden im Kantonsspital Glarus keine Wahloperationen durchgeführt. Derzeit gebe es aber wieder Kapazitäten auf der Bettenstation, weshalb wieder normale Operationen stattfinden könnten, so Hauser. «Wir entscheiden nun jeden Tag von Neuem, wie das Operations-Programm vom kommenden Tag aussieht. So können wir rasch reagieren, müssen Patienten nicht unnötig lange auf Operationen warten lassen und können gesundheitliche Folgeschäden minimieren», so Hauser.

Aufgrund der aktuellen Situation wurde ausserdem die Besuchsregelung im Spital angepasst. Jede Patientin und jeder Patient darf derzeit maximal zwei Besuchende pro Tag empfangen. Auf der Familienabteilung ist nur der Partner zugelassen. Die Besuchszeiten im Spital wurden zudem auf maximal 30 Minuten beschränkt.

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