Erst eine Kristallkugel ist schon vergeben bei den Alpinen
Viele können noch, nur wenigen wird es gelingen: Zweieinhalb Wochen vor dem Saisonende der Alpinen ist erst eine der zehn Kristallkugeln für die Disziplinen- und Gesamtsiege im Weltcup vergeben.
Ein Überblick nach absteigender Brisanz.
Riesenslalom Männer: «Odis» Worst Case
Marco Odermatt braucht am 24. März beim Finale in Hafjell einen 3. Platz, um sich die Riesenslalom-Kugel aus eigener Kraft zum fünften Mal in Folge zu sichern. Sein (fast) letzter Herausforderer Lucas Pinheiro Braathen dürfte den Druck hoch halten. Der für Brasilien fahrende Norweger ist seit dem Jahreswechsel zu Bestform aufgelaufen und war in keinem seiner Weltcuprennen schlechter als Vierter. In den letzten vier Riesenslaloms belegte Pinheiro Braathen die Ränge 2, 2, 2 und 1, hinzu kommt der Olympiasieg von Bormio.
Nach Pinheiro Braathens Sieg in Kranjska Gora und Odermatts 5. Rang sprach «Odi» vom Worst-Case-Szenario. «Die Situation ist neu für mich. Ich glaube, ich habe die Kugeln fast immer schon vor dem Finale auf sicher gehabt», sagte er.
Sollten Odermatt und Pinheiro Braathen beide ausscheiden, könnte Loïc Meillard zum Nutzniesser werden. Der Neuenburger liegt 89 Punkte hinter Odermatt und 41 Punkte hinter Pinheiro Braathen.
Slalom Männer: Duell der Jugendfreunde
Loïc Meillard ist seit dem Ausfall im zweitletzten Slalom am Sonntag in Kranjska Gora nicht mehr in der Verlosung – ebenso wenig wie Timon Haugan, Paco Rassat und Eduard Hallberg. Zwei absoluten Topfahrern ist es in zehn Rennen gelungen, eine kleine Hierarchie zu schaffen, an Spannung mangelt es beim Finale am 25. März gleichwohl nicht.
Ausgerechnet zwei Jugendfreunde, der dreifache Saisonsieger Atle Lie McGrath und der 41 Punkte hinter ihm liegende Pinheiro Braathen, duellieren sich um die Slalomkugel. Rechnerisch haben auch Clément Noël (77 Punkte Rückstand auf McGrath) und Henrik Kristoffersen (99 Punkte) noch eine Chance.