Entrümpelt und entstaubt
Schon über 150 Jahre gibt es das Haushaltswarengeschäft Killias an der Reichsgasse in Chur. Zuletzt hat es Maria Killias bis ins hohe Alter von 92 Jahren geführt – bis sie im April vergangenen Jahres verstarb. Sohn Hans Killias und seine Frau Kerstin Lessing Killias haben im letzten August den Ladenbetrieb übernommen. Sie ist zuständig für die Geschäftsführung und er für die Finanzen.
Nun erstrahlt das Traditionsgeschäft in neuem Glanz: Das Ehepaar rangierte 800 Kilogramm Ausstellungsregale aus, baute den vorderen Teil des Ladens komplett um und erneuerte das Sortiment – so gibt es neu auch Wohnaccessoires und Espressomaschinen zu kaufen. «Wir wollen die Tradition bewahren und respektieren, aber es brauchte dringend ein zeitgemässes Konzept», sagt Kerstin Lessing Killias im neu gestalteten Ladenlokal. «Mit viel Eigeninitiative und Innovationen engagieren wir uns für das Geschäft. Dabei werden wir von drei Mitarbeiterinnen tatkräftig unterstützt.»
Co-Working und Kaffeeecke
Inspiration für die Ladengestaltung erhielt das Ehepaar durch eine Studie der IBW Höhere Fachschule Südostschweiz. Unter der Leitung von Fachvorsteherin Silke Ebner erarbeiteten 15 Innenarchitektur-Studenten und -Studentinnen Modelle, Mustertafeln, Projektpläne und Visualisierungen für die Neugestaltung. Die Studenten sahen neben dem klassischen Angebot an Haushaltswaren unter anderem eine kleine Cafeteria und einen Co-Working-Bereich vor.
«Es waren sehr interessante Ideen, die uns die Studierenden präsentierten. Wir konnten aber nicht alles umsetzen – nur schon aus finanziellen Gründen», sagt Hans Killias. Seine Frau prüft die Möglichkeit, Teile der Ladenfläche unterzuvermieten oder die Lokalität für private Veranstaltungen zur Verfügung zu stellen.