Stumpenbataillon feiert Fahnenabgabe im Schloss Haldenstein
In der Regel wird in den Gemäuern des Schloss Haldensteins ruhig gearbeitet. Am Mittwochnachmittag aber streckten viele ihre Köpfe aus den Fenstern in Richtung Schlosshof. Denn dort waren nicht alltägliche Klänge zu hören. Wie aus einer Medienmitteilung hervorgeht, gab eine Gruppe von Dudelsack-Spielern «Amazing Grace» oder auch den Schweizer Psalm zum Besten. Im Innenhof standen zudem mehr als 400 Angehörige eines Infanteriebataillons der Schweizer Armee. Das sogenannte Stumpenbataillon feierte im Schloss seine Fahnenabgabe.
Hier geht es zum Sendungsbeitrag von TV Südostschweiz:
Es knallte wieder auf dem Churer Rossboden
Mit der Zeremonie wird das Ende des diesjährigen Wiederholungskurses (WK) des Verbandes besiegelt. Während den vergangenen drei Wochen waren die Armeeangehörigen im Raum Chur stationiert und haben trainiert, damit sie mit ihrem Verband in einem Einsatz bestehen könnten. Trainiert wurde überwiegend die Verteidigung gegen einen Gegner, der ins Land einfällt. Der Kommandant Mathias Maurer zeigte sich zufrieden mit der Leistung. Man sei von Woche zu Woche besser geworden. «Wir sind noch mehr zu einem Team geworden, was ein grosses Ziel dieses WK war», lässt er sich in der Mitteilung zitieren. Es sei mit Mut, Herz und Verstand geführt und geübt worden.
Unterstützung bei Sportanlässen
In Bonaduz, Landquart, Thusis und Valbella stationiert fanden die meisten Übungen auf dem Rossboden in Chur statt. Dieser mussten je nach Übungsanlage an manchen Tagen für mehrere Stunden gesperrt werden. Ab und zu habe man wohl auch die Schüsse der Sturmgewehre oder der schwereren Waffen auf den Fahrzeugen in der Umgebung gehört. «Doch wir sind sehr herzlich empfangen worden», so Maurer. «Für die Gastfreundschaft und das Verständnis der Bündnerinnen und Bündner möchte ich mich bedanken.»
Wir sind noch mehr zu einem Team geworden, was ein grosses Ziel dieses WK war.»
Mathias Maurer, Kommandant des Infanteriebataillons 56
Wie es heisst, unterstützt eine Kompanie zwei internationale Sportanlässe beim Auf- und Abbau, zum einen den Ski-Weltcup in St. Moritz, zum anderen den Langlauf-Weltcup in Davos. Diese Armeeangehörigen stehen also noch eine weitere Woche im Einsatz.
Auszeichnung für Soldaten
Traditionellerweise wird gemäss Mitteilung eine besondere Leistung der vergangenen Wochen mit dem sogenannten «Stumpenaward» ausgezeichnet. Der Name des Preises wie auch des Bataillons statt aus jener Zeit, in der die Mehrheit der Angehörigen aus der Region des Aargaus kam, die bekannt für ihre Zigarrenherstellung war. Dieses Jahr erhielt der Soldat Dario Locher den Preis. Er habe grosses Fachwissen bewiesen, sich aber auch überdurchschnittlich um seine Kameraden gekümmert. (red)