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Schweiz & Welt

Gute Eisprinzessinnen-Leistungen in Glarus

Davoser Zeitung
08.02.2023, 17:00 Uhr
gestern um 12:16 Uhr

Betreut wurden die Davoser Eiskunst­läuferinnen von Ramona Barnbeck und Manuela Ferreira. Anna-Barbara Caflisch, die Davoser Cheftrainerin, lobte deren Arbeit: «Meine beiden Assistentinnen ­haben einen super Job gemacht. Sie haben auch die meisten Choreografien entworfen und mit den Läuferinnen einstudiert.» In der Kategorie «2-Stern» waren Mia Stiffler und Theodora Guyan zum ersten Mal im Einsatz. Beide Läuferinnen zeigten sehr schöne Programme, wiesen aber noch ein paar kleine Unsicherheiten auf. Mia, die eine Melodie aus dem Film ­«Jurassic Parc» interpretierte, kam auf denfünften Platz. Theodora, welche zur Musik aus dem neuen «Cruella»-Film tanzte, wurde Neunte. Alicia Dahinden startete in der Kategorie «3-Stern» und wurde ebenfalls gute Neunte. Nach Flims war es für sie der zweite Wettkampf, sie konnte sich in den Pirouetten und in den Sprüngen steigern.

Ein Duell auf hohem Niveau

Kiira Caflisch (Kategorie «Inter Bronze») zeigte wie gewohnt ein elegantes Programm mit schwierigen Pirouetten, welches ihr den fünften Platz einbrachte. Mathilda Pimpl lief ebenfalls sehr schön. Vor allem ihre Flieger-Positionen beeindruckten, leider waren ihre Pirouetten nicht ganz sauber ausgeführt, was für sie den neunten Rang ergab. Sowohl Tecla Croce als auch Jennifer Jenni mussten in der Kategorie «Bronze Jüngere» be­ziehungsweise «Ältere» Stürze in Kauf nehmen. Sie kamen nicht ganz an ihre Bestleistungen heran, Tecla wurde Sechste und Jennifer Achte. Premilla Raeburn-Burgess (Inter Silber) konnte nach längerem Verletzungsunterbruch wieder alles doppelt springen. Sie kämpfte um jeden Punkt, aber ihre Pirouetten klappten diesmal nicht ganz so gut. Premilla erreichte den fünften Schlussrang. In der Kategorie «Novice U15» waren nur zwei Läuferinnen am Start. Es wurde ein Duell auf hohem Niveau, welches Giulia Man gegen die einheimische Läuferin aus ­Glarus verlor. Giulia zeigte zwar einen guten zweifachen Axel, aber leider klappten nicht all ihre Kombinationen wie gewünscht. Trotzdem war es für sie eine gute Übung für die Schweizer Meisterschaften, die schon bald vor der Tür stehen.

Begeistertes Publikum

In Glarus durften zum ersten Mal in dieser Saison auch Show-Programme an einem Wettbewerb gezeigt werden. Bei diesen zählen bei der Beurteilung nur die Komponenten, also die eiskunstläuferischen Fähigkeiten, die Präsentation und die Komposition, jedoch keine Sprünge oder Pirouetten. Die Läuferinnen und ihre Trainerinnen hatten sich einiges einfallen lassen, und so gab es viele kreative, schöne und lustige Programme zu sehen. Die meisten Teilnehmerinnen bei diesem Programmteil stammten aus Davos und aus Lenzerheide. Die Stimmung in der Halle war super, die Läuferinnen feuerten sich gegenseitig an, und das Publikum war begeistert. Jennifer Jenni sicherte sich bei den jüngeren Läuferinnen mit einer coolen Performance als Nonne zur Musik aus «Sister Act» die Bronzemedaille. Kiira Caflisch als Cowgirl kam auf Rang fünf, Tecla Croce wurde mit einer fröhlichen Performance zu «Mamma Mia» Siebte, und Mathilda Pimpl kam mit einem fetzigen Abba-Medley auf Rang neun. Bei den älteren Läuferinnen sicherte sich Premilla Raeburn-Burgess mit einem heissen Tango den Sieg vor Giulia Man, die als agile Katze zu «Cats» überzeugte.

Walter Bäni schreibt für den ISCD

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