Kanadas Powerplay ist zu gut: Die Schweiz kassiert an der WM ihre erste Niederlage
Das Spiel
Die Prague-Arena ist an diesem Pfingstonntagabend fest in Schweizer Hand. Die 17268 Zuschauerinnen und Zuschauer sorgen für eine gewaltige Stimmung, und sie sehen zwischen den beiden einzigen noch unbesiegten Teams in der Prager WM-Gruppe ein Spektakelspiel. Von der ersten Sekunde geht es intensiv zur Sache.
In der 27. Minute übertreibt es aber Kevin Fiala, als er Dylan Cozens auf offenem Eis mit dem Knie erwischt. Der Schweizer kassiert dafür eine Fünfminuten- und Spieldauerdisziplinarstrafe. Zwar muss auch ein Kanadier für zwei Minuten raus und kann sein Team nach Ablauf dieser Strafe darum nur drei Minuten Powerplay spielen. Das reicht den Nordamerikanern, die mit lauter NHL-Spielern antreten, aber, um mit den Treffern zum 2:2 durch Cozens (28.) und zum 3:2 durch Nick Paul (30.) den Match zu drehen. Zwischen diesen beiden Toren scheitert Sven Andrighetto mit einem Penalty an Jordan Binnington.
Schon das erste Tor der Partie erzielt Cozens in der 2. Minute in Überzahl. Die Schweizer lassen sich vom Fehlstart nicht beirren und gleichen in ihrem ersten Powerplay aus. Torschütze ist in der 12. Minute Fiala. Die Führung gelingt der Schweiz in der 26. Minute. Romain Loeffel ist mit einem Schuss von der blauen Linie erfolgreich – auch, weil die Unparteiischen den Stockschlag von Calvin Thürkauf unmittelbar davor übersehen.
Die Bündner / HCD-Spieler
Im Vergleich zum Spiel am Samstag, dem 8:0-Sieg gegen Dänemark, nimmt der Schweizer Nationaltrainer in seiner Aufstellung nur eine Änderung vor: Als siebter Verteidiger kommt Michael Fora vom HC Davos zum Einsatz. Sein Klubkollege Sven Jung ist dafür überzählig. Beim 2:1 holt sich Fora, der 11:03 Minuten spielt, einen Assist.