Einst in der Badewanne, nun auf der grossen Bühne
Im WM-Final 2026 kommt es zum Generationen-Duell zwischen Argentinien und Spanien. Die Südamerikaner könnten als erstes Team seit 1962 ihren Titel verteidigen. Die Iberer, 2010 bisher das einzige Mal auf dem Thron, sind jedoch favorisiert.
Wenn am Sonntag in New Jersey der Anpfiff zum Final der Weltmeisterschaft 2026 ertönt, kommt es zum Duell zweier Fussball-Grossmächte. Titelverteidiger Argentinien trifft auf Europameister Spanien. Besondere Brisanz erhält die Begegnung durch das Aufeinandertreffen zweier Generationen: Der 39-jährige Lionel Messi bestreitet seinen vielleicht letzten grossen Final und trifft dabei auf Lamine Yamal, den 19-jährigen Shootingstar der Spanier. Zusätzliche Aufmerksamkeit erhält dieses direkte Duell durch ein fast zwei Jahrzehnte altes Foto der beiden, das derzeit im Netz kursiert.
Das prophetische Badewannen-Foto
Fast zwanzig Jahre ist es her, da posierte ein blutjunger Lionel Messi für einen karitativen Kalender. Auf dem Bild badet er ein lachendes Baby in einer kleinen Plastikwanne. Dieses Baby war niemand anderes als Lamine Yamal. Was damals ein unschuldiges Foto-Shooting war, wirkt heute wie eine prophetische Stabübergabe. Am Sonntag stehen sich der einstige «Täufer» und das damals gebadete Baby auf der grössten Bühne des Weltfussballs gegenüber.
Messi greift nach der ersten erfolgreichen WM-Titelverteidigung eines Teams seit Brasilien 1962, während der 19-jährige Yamal, der dieses Turnier mit seiner Leichtigkeit prägt, die Krone an sich reissen und Spanien den zweiten Titel nach 2010 bescheren will.
Argentiniens feurige Botschaft
Dass die Argentinier nach Nordamerika gekommen sind, um ihren Titel mit Zähnen und Klauen zu verteidigen, demonstrierten sie nach dem Halbfinal-Sieg über England. Nach dem dramatischen Comeback entlud sich die emotionale Wucht der Südamerikaner auf dem Rasen in einer brisanten politischen Geste: Die Mannschaft feierte den Finaleinzug ausgelassen mit einem Transparent mit der Aufschrift «Las Malvinas son argentinas». Damit beanspruchten sie die Falklandinseln für sich – ein britisch regiertes Überseegebiet, das in Argentinien als Malwinen bezeichnet und historisch eingefordert wird.