Eine Patenschaft unterstützt Sanierung der Alp Fitteren
Die Sanierung der Alphütte auf der Alp Fitteren wird von Schweizer Patenschaft für Berggemeinden mit rund 235'000 Franken unterstützt, wie es in einer Medienmitteilung der Patenschaft heisst. Der Vorstand der «Schweizer Patenschaft für Berggemeinden» hat Beiträge von 1,25 Millionen Franken für über 30 Projekte in zwölf Kantonen beschlossen.
Dankbarkeit in Glarus Süd
Die Gemeinde Glarus Süd zählt 39 Alpen, was belastend sein kann für eine Gemeinde mit knapp 10'000 Einwohnern. Darum ist man sehr froh um die grosszügige Zuwendung der Patenschaft. Gemeinderat Kaspar Luchsinger zeigt sich glücklich: «Dank der Patenschaft können wir rund einen Viertel der Restkosten abziehen, das ist eine grosse Freude.» Bisher wurden vom Bund und Kanton 115'000 Franken Subventionen beigesteuert. Somit sind von der etwas über eine Million Franken, die 2018 an der Gemeindeversammlung gutgesprochen wurden, noch rund 680'000 Franken Restbetrag für Glarus Süd übrig. Die Patenschaft sucht weiterhin nach Gönnern und Gönnerinnen für das Projekt.
Der Zustand der Alphütte oberhalb von Engi auf 1777 Metern über Meer auf dem Mittelstafel ist nicht mehr in Ordnung gewesen. Seit der Erbauung 1963 wurden noch keine Renovationen vorgenommen. Das führte dazu, dass Teilarbeiten der Käseproduktion unter einem Notdach neben der Hütte erledigt werden mussten. Da diese Lage nicht kompatibel war mit den Vorschriften betreffend Hygiene, Tierwohl, Gewässerschutz und Lebensmittelsicherheit, wurde eine Sanierung immer dringlicher.
Sanierung ist abgeschlossen
Die Milchverarbeitung wird neu im mittleren der drei Stafel vorgenommen. Auch wurde eine Schmutzschleuse eingebaut. Damit Wohn- und Arbeitsbereich getrennt sind und genug Platz für die verschiedenen Arbeitsschritte vorhanden ist, hat die Alphütte jetzt einen Anbau und vier einzelne Schlafräume. Die Wasserversorgung und die elektrischen Anlagen entsprechen dank der Sanierung den heutigen Bedürfnissen. Das Abwasser wird ordnungsgemäss gesammelt und rinnt nicht mehr unkontrolliert in den Wald. «In den nächsten vierzig bis fünfzig Jahren müssen keine Sanierungen mehr vorgenommen werden», sagt Kaspar Luchsinger.