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Schweiz und Welt

Eine neue Präsidentin und ein Weltrekord

Davoser Zeitung
25.08.2022, 12:00 Uhr
11.05.2026, 12:16 Uhr

«Es war ein Jahr, das grosse Erleichterung gebracht hat. Corona-bedingte Einschränkungen gab es kaum mehr, die meisten Wettkämpfe konnten regulär stattfinden.» So begann ISCD-Präsident Rico Litscher seinen Jahresbericht. «Ich registriere jedoch einen gewissen Rückgang an Mitgliedern. Wir sollten Massnahmen ergreifen, um für mehr Nachwuchs zu sorgen.» Litscher wies auf den Speedy-Cup des kommenden Winters für Dritt- bis Sechstklässler hin. «Dort wollen wir auf spielerische Art neue Talente aufs Eis bringen. Ein weiteres tolles Projekt ist die Aktion ‹Kindergarten geht aufs Eis› in Zusammenarbeit mit dem HCD.» Litscher dankte der gesamten Trainer-Crew für ihre gute Arbeit. «Es ist superschön zu sehen, was sich alles tut – auch über den Sport hinaus.» Dann teilte er den Anwesenden mit, dass er nach drei Jahren vom Präsidentenamt zurücktreten werde. Der im Aargau lebende, zweifache Vater: «Im letzten Jahr hatte ich aus beruflichen und privaten Gründen leider nicht mehr viel Zeit für den ISCD.»

«Sensationelle Zeit»

Jan Caflisch (TK Eisschnelllauf) berichtete vom Highlight des vergangenen Winters, dem Weltrekord von Martin Hänggi über 10 000 Meter in der Masters-Kategorie. «Seine Zeit von 14.02 Minuten ist wirklich sensationell. Umso mehr, alser sie im holländischen Heerenveen aufgestellt hat und nicht etwa auf einer Hochlandbahn.» Der grosse Eisschnelllauf-Fan wies einmal mehr auf sein Hauptanliegen hin: «Nach wie vor hoffen wir in Davos auf eine 400-Meter-Bahn.» Beim Traktandum «Wahlen» wurden alle Vorstandsmitglieder mit Applaus wiedergewählt. Beatrice Herzog – seit zehn Jahren im Vorstand – wurde zur neuen Präsidentin gewählt. Und der scheidende Präsident erhielt aus den Händen von Jan Caflisch eine Kiste Davoser Craft-Beer.

Gut besuchte Kurse

«Am 23. August starteten wir voll motiviert in die neue Saison», wusste Sarina Collet, Technische Kommission Eiskunstlauf, zu berichten. «Nach zwei schwierigen, aber auch lehrreichen Jahren hofften wir, endlich wieder ein einigermassen normales Eislauf-Jahr in Angriff nehmen zu können. Alle Wettkämpfe und Schaulaufen konnten ohne grössere Schwierigkeiten absolviert und durchgeführt werden. Das Kursprogramm des ISCD war auch im Berichtsjahr wieder reichhaltig, die Kurse wurden sowohl in Davos als auch in Klosters gut besucht.»

An den Wettkämpfen gab es viele gute Ergebnisse. «Mit Giulia Man und Premilla Reaburn-Burgess konnte der ISCD an sechs Swiss Cups teilnehmen. Giulia Man qualifizierte sich durch ihre guten Ergebnisse für die Schweizer Meisterschaften in Basel, wo sie den 15. Schlussrang erreichte. An den Bündner Meisterschaften wurde Giulia glänzende Zweite und verpasste den Meistertitel nur ganz knapp. Dafür konnte sie im Show-Wettkampf brillieren, sie siegte vor Premilla Reaburn.» Auch der Breitensport durfte diese Saison endlich wieder an Wettkämpfen teilnehmen. «Dies wurde von vielen Läuferinnen rege genutzt, und es konnten tolle Resultate herausgefahren werden. Verschiedene Läuferinnen absolvierten zudem erfolgreich einen Sternli-Test.»

Ein besonderes Schaulaufen

«Der Ukrainekrieg ging auch an unseren Läuferinnen nicht spurlos vorbei», so ­Sarina Collet weiter. «Es wurde viel diskutiert, wie man helfen könnte. Dabei kam die Idee auf, ein Schaulaufen einzustudieren, um Spenden zu sammeln. Mit sehr viel Herzblut und Eigeninitiative gingen die Girls ans Werk. In Eigenregie stellten sie das Schaulaufen unter dem Oberbegriff ‹Olympiade› zusammen. Auch die Deko und Kostüme wurden von unserem Nachwuchs entworfen und zusammengestellt. Die Zuschauer bekamen vom Bobfahren über das Skilaufen bis hin zu Eishockey einen tollen und lustigen Einblick ins Olympia-Leben. Mit der Festwirtschaft kamen an diesem Anlass rund 1000 Franken zusammen, welche an die Ukraine gespendet wurden.»

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