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Schweiz und Welt

Eine Fortsetzung der Saison ist unwahrscheinlich

Südostschweiz
17.04.2020, 04:30 Uhr
gestern um 16:30 Uhr

Vor zwei Wochen hätte die Rückrunde starten sollen, doch bis mindestens Ende April darf aufgrund der aussergewöhnlichen Lage weder trainiert noch gespielt werden auf Schweizer Fussballplätzen. Bis Mitte Juni hätte die Rückrunde gedauert im Normalfall. Die Frage ist also: Wird diese Saison überhaupt noch gespielt? «Wohl kaum», teilt der Nordwestschweizer Fussballverband mit. Er ist einer von 13 Schweizer Regionalverbänden. In einem offenen Brief wurde den Vereinen offenbart, dass nach dem 30. April – sofern es vom Bundesrat dafür grünes Licht gibt – das Aufholen der bisher verschobenen Spiele nicht mehr möglich sei. «Das ist den Menschen und der Infrastruktur nicht zumutbar», heisst es im Schreiben.

Optimistischer tönt es in Zürich. Dort präsentierte der Fussballverband der Region Zürich (FVRZ) seinen Vereinen drei Szenarien. Diese sind allerdings auch an die Vorschriften des Bundes und des Schweizerischen Fussballverbands gebunden.

Gibt es Auf- und Absteiger?

Szenario 1 ist das hoffnungsvollste: Ab Mai läuft die Meisterschaft wieder, allerdings mit mehreren englischen Wochen, sprich zusätzlichen Partien unter der Woche. «Ich bin Zweckoptimist», sagt FVRZ-Spielbetriebsleiter Willy Scramoncini dem Internetportal «Züriost.ch», und beziffert die Chancen auf eine Fortführung des Meisterschaftsbetriebs auf 50 Prozent. Allerdings müsste die Frühjahrsrunde spätestens am Wochenende vom 9./10. Mai wieder starten, ansonsten würde es zu wenige Termine haben bis Ende Juni. Dass die Teams praktisch im Kaltstart in die Rückrunden steigen müssten, ist Scramoncini klar, «aber ich denke, der Grossteil der Vereine wäre darüber froh, um die Meisterschaft regulär beenden zu können». Ausgenommen von den Planspielen ist der Nachwuchs, bei dem nicht alle Partien ausgetragen werden könnten.

Das zweite Szenario tönt weniger hoffnungsvoll: Es werden ab Juni nur noch die restlichen Meisterschaftspartien als Freundschaftsspiele ausgetragen. Das dritte Szenario dürfte das realistischste sein: Es wird in dieser Saison gar nicht mehr gespielt. Dabei stellt sich auch gleich die Frage nach Auf- oder Absteiger. Vor diesem Problem standen diverse Hallensportarten. Querbeet kam dabei praktisch die identische Lösung: Die ganze Saison wird nicht gewertet. Sprich es gibt keine Auf- oder Absteiger, ausgenommen freiwillige.

Abwarten beim OFV

Der Ostschweizer Fussballverband (OFV) hält sich aus der Diskussion heraus. «Der OFV wird erst über das weitere Vorgehen orientieren, wenn der Bundesrat die ausserordentliche Lage lockert», teilte Geschäftsstellenleiter Martin Koller auf Anfrage mit. (rvo)

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