Eine dicke Agenda für die Bündner Regierung
Die Bündner Regierung hat sich in diesem Jahr einiges vorgenommen. Konkret will sie in den kommenden zwölf Monaten 98 Ziele und Meilensteine erreichen. Das geht aus einer Mitteilung vom Dienstag hervor. Im Jahresprogramm konkretisiert und setzt die Bündner Regierung die Entwicklungsschwerpunkte des Regierungsprogramms um. Für die Jahre 2012 bis 2024 sind das die Themen «Digitalisierung und Innovation», «Green Deal» sowie «Vielfältiger Gebirgskanton».
In diesem Jahr legt die Bündner Regierung den Fokus auf sechs Schwerpunkte. Das sind die Themen öffentlichen Verkehr, Gesundheitsbereich, Verbesserung der Arbeitgeberattraktivität, kantonales Bedrohungsmanagement, Bau eines neuen Fachhochschulzentrums sowie Attraktivität des Kantons als Ort zum Leben, Arbeiten und für die Familie.
Kanton will attraktiver werden
Die Regierung sei bestrebt, die Arbeitgeberattraktivität der kantonalen Verwaltung kontinuierlich zu verbessern. Das soll mithilfe einer Revision des Personalgesetzes geschehen. Ebenso soll der öffentliche Verkehr im Kanton attraktiver werden. Dafür wird per Ende 2025 ein integraler Intercity‑Halbstundentakt zwischen Zürich und Chur eingeführt. Der Aufbau dazu erfolge stufenweise und ein erster Schritt werde im Jahr 2022 vollzogen.
Des Weiteren will die Bündner Regierung Stromproduktion aus der Wasserkraft fördern und damit nachhaltige Erträge erzielen. In der Februarsession wird der Grosse Rat die kantonale Wasserkraftstrategie beraten.
Fokus auf Bildung und Familie
Im Bereich Bildung will die Bündner Regierung vor allem den Bau des neuen Fachhochschulzentrums vorantreiben. Dafür werde im Jahr 2022 die entsprechende Botschaft erarbeitet. Zudem ist die Regierung bestrebt, die Attraktivität des Kantons als Ort zum Leben, Arbeiten und für Familien zu steigern. Dafür will die Regierung die Vereinbarkeit von Familie und Beruf verbessern und den Arbeits- und Lebensraum Graubünden vermarkten. Das soll zum Beispiel durch die Umsetzung von Massnahmen im Bereich der Kinder- und Jugendförderung, die Stärkung der familienergänzenden Kinderbetreuung oder durch die gezielte Ansprache von Fachkräften geschehen.
Gesundheitsrelevanter Projekte wiederaufnehmen
Auch im vergangenen Jahr war das Coronavirus täglich präsent. Im Gesundheitsbereich mussten darum einige Projekte, wie beispielsweise die Entlastung pflegender Angehöriger durch unterstützende Angebote, unterbrochen werden. Diese Projekte sollen in diesem Jahr wiederaufgenommen und fortgeführt werden.
Ein weiterer Schwerpunkt im Jahresprogramm der Bündner Regierung stellt das geplante zentrale kantonale Bedrohungsmanagement. Dazu soll in diesem Jahr ein Konzept erarbeitet werden, woraus allfällige Handlungsoptionen festgelegt werden können. Unter anderem soll festgelegt werden, welche Institution und welche Person bei welcher Bedrohungslage den Lead zu übernehmen hat. (jac)