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Schweiz & Welt

24 Stunden für Gott: So lebt es sich im Kloster in Disentis

Jürg Abdias Huber
29.05.2023, 04:30 Uhr
11.05.2026, 12:16 Uhr

Der Tag im Leben eines Mönchs im Kloster Disentis beginnt früh. Noch vor Sonnenaufgang treffen sich die 21 Mönche bereits um 5.30 Uhr zum Lobgesang und erwecken das mächtige historische Gebäude über dem Dorf mit ihren ergreifenden Stimmen. Einer dieser Mönche ist Bruder Martin. Eigentlich heisst er Diego Hieronymi, aber hier wird er Martin genannt. Bruder Martin, um genau zu sein. Denn die Mönche hier sprechen sich mit ihren Klosternamen an.

Seit 2006 nennt Bruder Martin das Benediktiner-Kloster in Disentis sein Zuhause und dient seitdem offiziell nur Gott. Eine Entscheidung, die ihm nicht leichtfiel, wie er gegenüber «suedostschweiz.ch» verriet. Im Alter von 23 verbrachte er ein Studienjahr im Ausland als Theologiestudent in Bolivien, wo er die Möglichkeit hatte, bei Ordensleuten zu wohnen. Zurück in der Schweiz spürte er, dass Ehe und Familie nicht mehr sein Weg sind. Und so trennte er sich von seiner Freundin und wandte sich mit dem Eintritt ins Kloster endgültig Gott zu.

Wie oft am Tag gebetet wird und warum die Kirche im Gegensatz zum Himmel nur «Abschaum» ist, erfahrt ihr im obigen Video.

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