Ein Platzverweis vereitelt Winterthurs Sieg gegen Servette
Winterthur verpasst in der 28. Runde der Super League gegen Servette den Befreiungsschlag. Ein Platzverweis gegen Mirlind Kryeziu verhilft den Genfern auf der Schützenwiese zu einem 1:1.
Roman Buess brachte Winterthur in der 54. Minute nach einem Missverständnis der Genfer Innenverteidiger Steve Rouiller und Yoan Severin mit einem unhaltbar platzierten Schuss aus 17 Metern in Führung. 25 Minuten später glich der kurz zuvor von der Bank gekommene Florian Ayé für die Gäste aus. Dem vermeintlichen Siegtreffer von Andrin Hunziker in der 91. Minute ging eine klare Abseitsstellung voraus.
Gut eine Stunde lang hatte Winterthur die über weite Strecken harmlosen Servettiens im Griff. Dann wurde Mirlind Kryeziu wegen eines von den Kameras schlecht eingefangenen groben Fouls mit Rot vom Platz geschickt und musste sich Winterthur letztlich mit dem Punktgewinn nach zuvor fünf Niederlagen zufrieden geben.
Gegen einen Gegner, der zwar nur eines der vorangegangenen acht Spiele verloren, aber auch nur eines der letzten 13 gewonnen und vor dem Gastspiel in Winterthur viermal in Folge remisiert hatte, hätte sich das abgeschlagene Schlusslicht das dringend benötigte Erfolgserlebnis ohne den Platzverweis verdient. Zwar bekundeten nicht nur die Gäste mit dem holprigen Geläuf der Schützenwiese Schwierigkeiten, ein flüssiges Offensivspiel zu kreieren. Am Engagement fehlte es den zuletzt fünfmal in Folge als Verlierer vom Platz gegangenen und gegen Servette wieder mit dem beim 1:2 in St. Gallen geschonten Captain Remo Arnold aufgelaufenen Winterthurern auch in der ersten Halbzeit nicht.
Nur: Die spielerische Leichtigkeit fehlte, die grosse Torgefahr blieb aus. Gegen einen vielversprechenden schnellen Angriff von Nishan Burkart hatte eine Unebenheit im Rasen etwas einzuwenden (38.), ein Schuss von Silvan Sidler nach einer feinen Einzelaktion wurde geblockt (44.).