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Schweiz und Welt

Ein Pfadilager der Superlative

Davoser Zeitung
13.08.2022, 17:16 Uhr
gestern um 12:16 Uhr

Die Pfadi Davos hatte das Privileg, zusammen mit der Pfadi Oberengadin und der Pfadi Viamala in dieser verrückten Stadt das Quartier Salit beziehen zu können. Zwei Wochen lang konnten die Pfadis eine Vielzahl von unvergesslichen Aktivitäten bestreiten. Zum Beispiel betrieben sie Stand-up-Paddeln auf dem Geschiner See, bauten eine traditionelle Walliser Suone oder wanderten zum Nufenenpass, wo sie anhand der dortigen Wind- und Wasserkraftwerke eine Einführung in das Thema «erneuerbare Energien» bekamen.

Auch die Pios (15- bis 16-Jährige) der Pfadi Davos reisten als Teil der kantonalen Gruppe, der Pios Battasendas, ins BuLa und konnten ebenso wie die Pfadis auch diverse Aktivitäten entlang dem «Bulavard», der Hauptstrasse des Lagers, besuchen. Sie spielten zum Beispiel Gesellschaftsspiele, entwarfen Postkarten, besuchten Posten zu verschiedenen Pfadi­themen – darunter sind Pfaditechnik, Pfadi International oder Pfadi­geschichte zu verstehen – sie funkten, schreinerten, bastelten Souvenirs und besuchten das «Feelgoodmobil» sowie das Radio Sonar. Natürlich gehörte es auch dazu, den riesigen Funkturm inmitten des Lagers zu besteigen und die wundervolle Aussicht über die Pfadi­stadt Mova zu geniessen.

Ganz besonders spannend in einem Bundeslager sind immer die vielen Begegnungen mit Pfädis und Pios aus anderen Kantonen und sogar anderen Ländern. Natürlich nicht zu vergessen waren die fantastischen Darbietungen von verschiedensten Tänzern, Schauspielern und Bands, denen die Pfädis und Pios im Rahmen des dargebotenen Bühnenprogramms beiwohnen durften. Darunter gab es auch klangvolle  Namen wie zum Beispiel Hecht, Bligg und Marc Sway oder 77 Bombay Street.

Ehemalige und aktive Leitende der Pfadi Davos, sogenannte Rover, waren am ­BuLa als Helfende engagiert. Sie arbeiteten jeden Tag in verschiedenen Schichten. Zum Beispiel organisierten sie in den Quartieren Gesellschaftsspiele für die Teilnehmenden, sogten für den Unterhalt im Lager oder betreuten die Infrastrukturen. Natürlich gab es auch für sie freie Tage, an denen sie Riverraften gingen oder als ganze Rotte einen Klettersteig in der Nähe besuchten. Auch kleinere Aktivitäten wie zum Beispiel das «Escape Tent» waren einen Besuch wert. Unvergesslich waren und bleiben die Wiedersehen unter den Rovern, welche sich in vielen Jahren Pfadi, in einem Jamboree oder im BuLa 2008 kennengelernt hatten. Für zwei Wochen waren sie alle in derselben Stadt zu Hause. Am Abend hatten die Rover die Möglichkeit in der Ausgangsmeile des BuLa's neue Kontakte zu knüpfen, etwas zu trinken, Karten zu spielen oder zu Livemusik zu tanzen.

Nach zwei Wochen Pfadialltag schaut die Pfadi Davos nun zurück auf eine unvergessliche Zeit, in der sie viele Abenteuer mit alten und neuen Freunden erleben durfte. Eine ereignisreiche Zeit, in der die Pfadis aller Stufen um viele Erfahrungen reicher wurden. Sicherlich freut sich jeder und jede jetzt schon auf das nächste BuLa in 14 Jahren. Dort werden sie als Leiter oder Leiterin, als Helfer oder Helferin oder als Eltern dabei sein. «Mova, on y va.»

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