«Ein grosses Puzzle zum Zusammensetzen»
Klar zu unterscheiden ist dabei zwischen den Bauten, die das World Economic Forum (WEF) für seine eigenen Bedürfnisse erstellt, und jenen, die im Rahmen der alljährlichen «Chilbi» entlang der Promenade entstehen. Darunter sind zwar viele, sogenannte «strategische Partner» des WEF, die ihre innerhalb des Forums portierten Themen und Ansätze sowie ihre Angebote in eigenen Lokalitäten zu vertiefen suchen. Doch es gibt andere, die mit den Aktivitäten des WEF das ganze Jahr über nichts zu tun haben, die Gelegenheit des Jahrestreffens aber nutzen, sich einem hochkarätigen internationalen Publikum zu präsentieren.
Doch lange bevor der Ameisenhaufen an der Promenade zu wimmeln beginnt, sind die Messebauer im Auftrag des WEF selber am Werk. «Es ist eine feste Crew, die für uns baut», erklärt Severin Podolak, Leiter WEF-Event-Produktion. Sie errichten von der Registratur auf dem Parsennparkplatz bis zur finalen Einrichtung des Kongresszentrums alles. «Wir könnten gar nicht mehr Leute auf den Platz bringen. Daher dürfen sich diese Aufbauarbeiten in Absprache mit der Gemeinde über einen etwas längeren Zeitraum hinziehen als bei den anderen.»
Neues «Kurpark Village»
Seit der Verschiebung des Januar-Events ist Podolak ständig mit der Vorbereitung der jetzigen Veranstaltung beschäftigt. «Alleine bei der Wahl des Verschiebungsdatums waren unzählige Faktoren zu berücksichtigen.» Dieses einmal gesetzt, galt es, die ganze Maschinerie, die das Jahrestreffen überhaupt möglich macht, in Bewegung zu setzen. «Dabei gehen wir vor wie jeder andere Veranstalter auch. Publicis Live, unser Eventpartner, erhält die Liste unserer Bedürfnisse, holt Offerten ein und vergibt die Aufträge. Ein ganz normaler Vorgang.» Der eigentliche Aufbau sei dann ein Puzzle, bei dem genau austariert werde, wer wann was und wo mache. Die Bedürfnisse waren dieses Jahr allerdings um eine Position reicher. Neu dazu gekommen, ist das sogenannte «Kurpark Village». «Mit diesem zweistöckigen Bau erhalten wir zusätzlichen Raum für Sessionen und persönliche Treffen.» Solche separaten Räume sind im Angebot des Jahrestreffens sehr wichtig, weshalb auch das in Davos ungeliebte «Chalet Promenade» vor dem Promenadeneingang des Kongresszentrums Jahr für Jahr neu entsteht. «Wir sind darauf angewisen, weil darin unsere strategischen Partner verkehrstechnisch günstig und in grosser Nähe zu den Sessionsräumen Treffen arrangieren können», erklärt Podolak.